Was Arbeitgeber über Weihnachtsgeschenke & -geld wissen sollten

Es weihnachtet schon sehr

Weihnachtsfeiern, Geschenke und Weihnachtsgeld sind immer eine gute Möglichkeit, um sich bei den Mitarbeitern für die geleistete Arbeit im abgelaufenen Jahr zu bedanken. Worauf Arbeitgeber im Coronajahr dabei achten müssen, lesen Sie hier.

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Weihnachtsfeier eher virtuell

Im Coronajahr finden auch Weihnachtsfeiern eher virtuell statt, z. B. in Form eines Krimidinners oder Online-Escape-Spiels vor dem Bildschirm. Gerne verbringen die Kollegen auch gemeinsam Zeit bei einer Onlineweinprobe oder kommen beim virtuellen Plätzchenbacken ins Plaudern. All diese Events können Vorgesetzte auch online nutzen, um das Miteinander im Team in lockerer Runde zu verbessern.

Grundsätzlich sind Zuwendungen des Arbeitgebers im Zusammenhang mit einer Weihnachtsfeier lohnsteuerfrei. Sie dürfen dabei allerdings maximal 110 EUR je teilnehmendem Arbeitnehmer betragen. Alles, was darüber hinausgeht, ist lohnsteuerpflichtig. Hier kann der Restbetrag pauschal mit 25 % Lohnsteuer versteuert werden. Die bisherige gesetzliche Regelung verlangt dabei nicht ausdrücklich eine „persönliche“ Feier, aber es muss sich um eine „übliche Betriebsveranstaltung“ mit ganz besonderem betrieblichem Interesse handeln.

Geschenke statt Weihnachtsfeier

Online-Weihnachtsfeiern sind nicht jedermanns Sache. Wer seinen Arbeitnehmern im Coronajahr lieber ein Weihnachtsgeschenk zukommen lassen will, sollte die folgenden Regelungen kennen:

  • Für Geschenke oder andere Sachleistungen dürfen Arbeitgeber im Rahmen der Sachbezugsfreigrenze maximal 44 Euro monatlich für jeden Mitarbeiter ausgeben, damit das Geschenk steuer- und sozialversicherungsfrei bleibt.
  • Ein Geschenk im Rahmen der vielleicht doch stattfindenden kleinen Weihnachtsfeier darf mit den sonstigen anfallenden Zuwendungen wie Essen, Getränke, Fahrt- und Übernachtungskosten insgesamt die Freigrenze von 110 Euro pro Feier nicht überschreiten. Dies gilt für maximal zwei Betriebsfeiern jährlich. Arbeitgeber müssen allerdings die Geschenke während der Feier überreichen.

 

Steuerfreier Sonderbonus im Coronajahr

In diesem besonderen Coronajahr 2020 können sich Unternehmen bei ihren Mitarbeitern mit einem steuer- und sozialabgabenfreien Sonderbonus bis maximal 1.500 € bedanken. Dieser Sonderbonus kann einmalig oder in mehreren Teilen ausgezahlt werden.

Geld sparen mit Weihnachtsgutschein

Das Weihnachtsgeld ist eine Sondervergütung und wird zusätzlich zum Gehalt an alle Mitarbeiter ausgezahlt. Aber gerade in wirtschaftlich schwierigen Zeiten würden Chefs gerne ganz auf die Auszahlung des Weihnachtsgelds verzichten. Das ist allerdings nur dann möglich, wenn es dazu keine vertragliche Regelung gibt und die Zahlung eine freiwillige Leistung des Arbeitgebers ist, um Mitarbeiter zu binden und zu motivieren. Dazu muss der Arbeitgeber jedes Jahr aufs Neue erklären, dass die Leistung freiwillig erfolgt und die Zahlung keinen Rechtsanspruch für die Zukunft begründet (sog. Freiwilligkeitsvorbehalt). Nur so schließt der Arbeitgeber die sog. „betriebliche Übung“ aus.

Steuertipp: Weihnachtsgeld, das unter Freiwilligkeitsvorbehalt und daher zusätzlich zum Gehalt ausgezahlt wird, kann der Arbeitgeber auch in steuerfreie oder pauschal versteuerte Sachbezüge umwandeln. Beispielsweise kann der Arbeitgeber seinen Mitarbeitern statt freiwilligem Weihnachtsgeld in diesem Jahr Warengutscheine für Waren aus seinem eigenen Sortiment anbieten. In diesem Fall bleibt der Sachbezug bis 1.080 EUR jährlich steuerfrei. Damit können sich Arbeitgeber bei ihren Mitarbeitern trotz Pandemie mit einer Aufmerksamkeit bedanken und dabei Geld sparen.

Ausführliche Informationen rund um den Rechtsanspruch auf Weihnachtsgeld, lesen Sie auch hier.


 


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