Studie untersucht digitale Stressfaktoren

Jeder fünfte steht unter sehr starkem digitalen Stress

Während der Corona-Zeit haben viele Unternehmen ihre Mitarbeiter ins Homeoffice geschickt. Gerade bei Bürotätigkeiten bietet sich diese Schutzmaßnahme vor einer möglichen Covid-19-Infektion an. Doch nun machen sich bei vielen Beschäftigten andere Stressfaktoren bemerkbar. Die Studie „Gesund digital arbeiten?!“ untersuchte Ursachen und Folgen von digitalen Stressfaktoren und brachte beeindruckende Ergebnisse hervor.

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Nicht nur Corona, auch der gesellschaftliche Wandel sowie die Digitalisierung und die Globalisierung verändern Arbeitsplätze und Tätigkeiten in einer vorher nie dagewesenen Schnelligkeit. Die dadurch entstehenden Belastungen empfindet jeder Mitarbeiter anders, je nach seinen Erfahrungen, Einstellungen, seiner Persönlichkeit und seinen individuellen Bewältigungsstrategien.

Die Studie "Gesund digital arbeiten" sollte herausfinden, wie hoch der digitale Stress in Deutschland ist, was ihn beeinflusst und wer besonders gefährdet ist. Diese und weitere Fragen wurden im Rahmen des Projekts PräDiTec (Prävention für sicheres und gesundes Arbeiten mit digitalen Technologien) beantwortet. Hierzu wurden mehr als 5.000 Erwerbstätige repräsentativ für Deutschland befragt.

Mehr als jeder Fünfte berichtet der Studie zufolge von sehr starkem digitalen Stress durch vereinzelte Belastungsfaktoren im Umgang mit digitalen Technologien und Medien. Die folgenden 12 Hauptbelastungsfaktoren und deren Lösungsansätze konnte die Studie rund um digitale Arbeit identifizieren:

 

  • Leistungsüberwachung und Bewertung (17 %): Lösungsansatz z. B. durch Betriebsvereinbarungen, die genau aufzeigen, unter welchen Bedingungen eine digitale Technologie zur Leistungsüberwachung eingesetzt wird und was mit den erhobenen Daten passiert.
  • Gläserne Person und Verletzung der Privatsphäre (14 %): Lösungsansatz z. B. durch ein Datenschutzkonzept, in welchem jeder Beschäftigte volle Transparenz der Datenerhebung und -verarbeitung erhält. Es wird klar und einfach auch in der Anwendung darauf hingewiesen und kommuniziert, welche Daten für welchen Zweck gespeichert und verarbeitet werden.
  • Unzuverlässigkeit und instabile Systeme (10 %): Lösungsansatz z. B. durch Standards zur Einführung neuer Technologien, so dass nur noch sehr reife und stabile Systeme, die intensive Stresstests überstanden haben, eingeführt werden. Ebenso können durch Cloud-Systeme regelmäßige Backups generiert werden, so dass alle Daten einfach wiederhergestellt werden können.
  • Ständige Unterbrechungen bei der Arbeit (9 %): Lösungsansatz z. B. durch störungsfreie Arbeitszeiten oder eine Anpassung des E-Mail-Programms. Damit sind die Beschäftigten in der Lage, das Auftreten, die Häufigkeit und die Darstellung von Benachrichtigungen selbst zu konfigurieren und so beispielsweise E-Mails automatisch vorzuselektieren.
  • Überflutung durch große Mengen an bereitgestellten Informationen (8 %): Lösungsansatz z. B. durch ein aktives Erreichbarkeitsmanagement, so dass digitale Technologien nach Erreichbarkeitsregelungen agieren und so den Posteingang des offenen Ticketsystems vor Überflutung schützen. Damit erhalten die Mitarbeiter keine ständigen Push-Benachrichtigungen von neuen Arbeitsaufträgen mehr, sondern rufen diese aktiv ab.
  • Nicht-Verfügbarkeit von Technologien (8 %): Lösungsansatz, in dem darauf Wert gelegt wird, zu vermitteln, wann und warum die Nutzung gewisser Softwaretools eine Gefahr für das Unternehmen darstellen und zudem versuchen, gemeinsam Lösungen zu finden.
  • Verunsicherung, weil die eigenen Kompetenzen regelmäßig angepasst und weiterentwickelt werden müssen (5 %): Lösung z. B. durch achtsame Changeprozesse mit genügend Einarbeitungszeit bei neuen Softwaretools sowie Möglichkeiten, neue Funktionen auszuprobieren und an Schulungen teilzunehmen.
  • Unklarheit bei der Rolle (5 %): Lösungsansatz, in dem z. B. ganz klar kommuniziert wird, wer für technische Probleme zuständig ist und zuhilfe gerufen werden kann.
  • Komplexität (5 %): Lösungsansatz z. B. durch regelmäßige Schulungen, um Digitalkompetenzen der Mitarbeiter aufzubauen und die Nutzung von technischen Systemen zu erleichtern. Ein Newsletter mit Tipps und Tricks hilft ebenfalls, den Technologieeinsatz leichter und schneller zu lernen.
  • Omnipräsenz (4 %): Lösungsansatz, in dem z. B. Erreichbarkeiten klar kommuniziert und vorgelebt werden und dies mittels Tools angezeigt wird.
  • Job-Unsicherheit (4 %): Lösungsansatz z. B. durch eine fehlertolerante Kultur, bei der Nachfragen und Ausprobieren erlaubt sind. Dies motiviert die Mitarbeiter, Neues auszuprobieren und Fragen zu stellen.
  • Mangelndes Erfolgserlebnis (4 %): Lösungsansatz z. B. durch eine Kultur, die Lob und Wertschätzung vermittelt und zudem Feedback durch Vorgesetzte unterstützt.

 

Hinweis: Die Studie sensibilisiert für dieses wichtige Thema und schlägt zu jedem Punkt präventive Maßnahmen vor, um potenziellen negativen Konsequenzen entgegenzuwirken.


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