Digitale Bildung, Diversity, Datenschutz – was HR 2018 umtreiben wird

Acht HR-Trends 2018

Die Arbeitswelt ist auch 2018 noch im rasanten Wandel und entwickelt sich stetig weiter. Der Bundesverband der Personalmanager (BPM) hat zum Jahreswechsel eine Zusammenfassung der Top-Themen herausgegeben, die die HR-Welt 2018 beschäftigen werden. Aber gefragt sind nicht nur Unternehmen – enthalten in dem Konzeptpapier sind auch klare Forderungen an die Politik.

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Arbeit 4.0 – Zukunft durch Zusammenarbeit

Neue Arbeitsmodelle, Agilität und das Überdenken von Hierarchien werden die Arbeitswelt 2018 prägen und Personalmanagern kommt dabei eine entscheidende Rolle zu. Zusammenarbeit steht dabei im Mittelpunkt, ob nun mit Freelancern, oder in Projektteams. Gerade die Zusammenarbeit in virtuellen Teams und mit freien Mitarbeitern kann davon profitieren, wenn HR als agiler Coach zwischen den verschiedenen Parteien vermittelt und eine moderierende Rolle einnimmt. Inspiration erhalten Personalmanager bei Ansätzen rund um Agilität, Design Thinking, Holocracy, lateraler Führung und Working out loud.

Diversität, Inklusion und Gesundheitsmanagement bleiben auch 2018 wichtige Themen. Unter dem Motto „Wertschätzung und Achtsamkeit“ sollte sich die Organisation der Zukunft noch stärker mit ihrer Kultur identifizieren. Gerade HR sollte sich dabei die Unternehmenskultur aneignen und als Vorbild dienen.

Nine to five war gestern

Flexible Arbeitszeitmodelle sind die Antwort auf die heutigen Anforderungen der Arbeitswelt – aber auch der Mitarbeiter. Die Möglichkeiten nehmen zu und Personalverantwortliche stehen vor der Herausforderung, verschiedene Anforderungen und Wünsche zu koordinieren und transparente Bedingungen zu schaffen. Homeoffice, Jobsharing und Sabbaticals sind dabei nur drei Möglichkeiten, um Arbeitszeiten flexibel zu organisieren. HR kommt dabei die Aufgabe zu, die Interessen der Mitarbeiter, die Forderungen der Gewerkschaft und den eigenen Kapazitätsbedarf erfolgreich auszubalancieren.

Der BPM empfiehlt flexible Modelle für möglichst viele Mitarbeiter anzubieten, auch in kleineren Unternehmen. Da jedoch in vielen Unternehmen bei Arbeitsplatzkontrolle und -sicherheit z.B. im Homeoffice unsicher sind, ist auch hier die Politik gefordert, klare Regelungen zu schaffen. In der politischen Diskussion stehen auch Veränderungen von der Tages- zur Wochenarbeitszeit und das Rückkehrrecht von Teilzeit in Vollzeit – Entscheidungen dazu stehen noch aus.

Meine Daten, deine Daten?

Big Data ist überall – und macht auch vor dem Personalbüro nicht Halt. Digitale Daten zu Mitarbeitern bieten Vorteile und ein Potenzial, das unter dem Stichwort People Analytics seit einer Weile für Diskussionen sorgt. Wer Mitarbeiterdaten zu analysieren und deuten weiß, kann heute besser denn je Prognosen treffen. Hier entstehen für HRler neue Berufsbilder und ein Bedarf an Weiterbildung. Wie in vielen Bereichen gilt es aber auch hier den Spagat zwischen Datenschutz und Datennutzung zu schaffen! Die EU-Datenschutzgrundverordnung bietet 2018 den Bedarf, aber auch die Chance, das Thema bewusst anzugehen.

Schluss mit dem Gender Pay Gap

Auch das Entgelttransparenzgesetz sollten Unternehmen als Chance sehen und – spätestens jetzt – zum Anlass nehmen, ihre Vergütung kritisch zu durchleuchten. Mit dem Entgelttransparenzgesetz soll zumindest rechtlich eine Weiche für mehr Gleichstellung geschaffen werden. Personalmanager können hier entschieden auftreten und die Gleichstellung vorantreiben.

Weiterbildung digital

Durch die Digitalisierung entstehen neue Anforderungen und Berufsbilder, für die es häufig noch keine passenden Berufsausbildungen gibt. Digitale Weiterbildungen können hier eine praxisnahe Lösung bieten. HR kann es sich zur Aufgabe machen, Mitarbeiter am Arbeitsplatz zu schulen. Ein Angebot aus lebenslangem Lernen und individueller Weiterbildung „in Echtzeit“ am Arbeitsplatz beispielsweise durch Webinare schafft eine lernende Organisation, die den Anforderungen von heute und der Zukunft gewachsen ist.

Mitarbeiterbeteiligung im agilen Umfeld

Digitalisierung und neue Arbeitsweisen werfen auch Fragen im Bereich der Mitarbeiterbeteiligung auf. Wie können Mitarbeitervertretung und Betriebsrat in agile Strukturen und Sprints eingebunden werden? Neue Strukturen bieten auch neue Möglichkeiten der Mitarbeiterbeteiligung. Der BPM empfiehlt Personalmanagern, sich für Mitbestimmung stark zu machen und anstehende Betriebsratswahlen aktiv zu begleiten und zu bewerben. Von einem regen Austausch zwischen Personalverantwortlichen, Interessenvertretern und Gewerkschaften können alle Beteiligten profitieren.  Ein weiteres Thema, das der BPM vorantreiben will, sind Möglichkeiten der Kapitalbeteiligung. Aktienprogramme können beispielsweise helfen, die Bindung der Mitarbeiter ans Unternehmen zu stärken.

Recruiting 4.0

Bewerber umwerben lautet die Devise 2018! Aktives Recruiting und „Recrutainment“ sollen helfen, neue Mitarbeiter zu gewinnen und ans Unternehmen zu binden. Kandidaten wollen heute nicht mehr nur zum Stellenprofil passen, sondern sich auch im Team wohlfühlen und mit ihren Aufgaben identifizieren. Unternehmen sollten ihnen deswegen Einblicke in den Arbeitsalltag gewähren und den Bewerbungsprozess angenehm gestalten, um sich im engen Wettbewerb um Fachkräfte hervorzutun. Personalverantwortliche sollten sich hier trauen, Altes zu verwerfen und neue Formen der Bewerbung zulassen: mobile only, ohne Lebenslauf, Gespräche in der Dunkelkammer fokussieren auf Potenziale und können neue Talentepools eröffnen.

HR-Robot?

Auch im Personalbereich ist künstliche Intelligenz längst angekommen – und kann Personalern und Bewerbern helfen. Chatbots können schon heute rund um die Uhr Anfragen (beispielsweise zu offenen Stellen) beantworten. Im Bewerbungsprozess können Bots umgekehrt auch Kurzinterviews mit Kandidaten führen und Lebensläufe künftig überflüssig machen. Je mehr HR-Prozesse automatisiert werden, desto mehr Kapazitäten werden frei, um sich innovativen Konzepten und Ideen zu widmen.

Wer offen für Neues ist, wird 2018 spannende Chancen sehen und ergreifen können.

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