SP_Data - Zukunft HR

Mit Zielvereinbarungen richtig führen

Geschrieben von SP_Data Zukunft HR | 06.01.22 06:00

Ziele smart vereinbaren

Am Jahresanfang stehen häufig die Jahresgespräche mit den Mitarbeitenden an. Zeit also, gemeinsam auf die Erfolge des vergangenen Jahres zu blicken, aber auch die Ziele für die kommende Periode festzulegen. Welche Chancen in einem Zielvereinbarungsgespräch liegen und wie Sie diese erfolgreich gestalten, erläutern wir in diesem Beitrag.

Ziele als Motivationsfaktor

Ziele können ein echter Motivationsfaktor sein, vor allem wenn die Zielerreichung an einen Erfolgsbonus geknüpft ist. Genau darauf setzt die Führungstechnik Management by Objectives (Führung durch Zielvereinbarungen). Bei dieser Methode legen Führungskraft und Mitarbeiter:in gemeinsam die zu erreichenden individuellen Ziele des:der Mitarbeiter:in fest, die von den strategischen Zielen des Unternehmens abgeleitet werden. Diese Führungstechnik soll sicherstellen, dass sich die Mitarbeiter:innen auf die wesentlichen Aktivitäten konzentrieren, die im Einklang zu den Unternehmenswerten und -strategien stehen, um den langfristigen Erfolg des Unternehmens zu sichern. Diese Führungstechnik mittels Ziele gilt als besonders motivierend. Damit bekommen die Mitarbeiter:innen zunehmend Verantwortung und die gewünschte Mitgestaltung übertragen. Werden die Ziele erreicht, ist daran häufig ein Erfolgsbonus als variabler Vergütungsbestandteil geknüpft.

Wie sollten Zielvereinbarungen gestaltet werden?

Zielvereinbarungen werden oft im Rahmen der Mitarbeitergespräche, die häufig am Jahresanfang geführt werden, vereinbart. Die wichtigste Regel lautet: Die Ziele in der Zielvereinbarung sollten so genau wie möglich beschrieben werden, denn nicht selten scheitern Projekte an unklaren Zielformulierungen.

In den Zielvereinbarungen werden nicht nur die konkreten Ziele für die nächste Periode oder fürs nächste Jahr gemeinsam durch Führungskraft und Mitarbeiter:innen festgelegt, sondern auch die dafür notwendigen Ressourcen, Arbeitsmittel und Fachkenntnisse.

Damit alle Beteiligten genau wissen, woran sie in der kommenden Periode arbeiten, müssen Ziele so konkret und eindeutig wie möglich sein. Sie sollten genau beschreiben, zu welchem Zeitpunkt welches Ergebnis erreicht werden soll. Dazu eignet sich die SMART-Methode:

  • S = spezifisch, simpel, selbst beeinflussbar (Das Ziel beschreibt ganz konkret den gewünschten Sollzustand)
  • M = messbar (Es werden genaue Kriterien festgelegt, an denen die Zielerreichung gemessen werden kann)
  • A = attraktiv, akzeptiert (das Ziel soll von beiden Seiten akzeptiert werden)
  • R = realistisch (Nur wenn das Ziel auch realistisch erscheint, ist es motivierend und ist attraktiv)
  • T = terminiert (Zu jedem Ziel wird ein Zeitpunkt festgelegt, bis wann die endgültige Zielerreichung gemessen wird).

 

Wichtig zu wissen:

  • Führungskraft und Mitarbeiter:innen haben die Aufgabe, die Ziele anspruchsvoll, aber dennoch realistisch zu definieren, damit sie als Motivationsfaktor dienen und erreichte Ziele somit ein Erfolgserlebnis bieten können.
  • Zielvereinbarungen sollen von den strategischen Abteilungs- und Bereichszielen abgeleitet sein, damit sie dazu beitragen, den Unternehmenserfolg zu sichern. Dennoch sollten sie so individuell sein, dass sie von den Mitarbeiter:innen unabhängig von Kolleg:innen oder Vorgesetzten erreichbar sind.
  • Auch dürfen die Ziele nicht im Widerspruch zu den Zielen anderer Abteilungen oder Kolleg:innen stehen und sollten priorisiert werden, damit die Mitarbeiter:innen erkennen können, auf was sie sich konzentrieren müssen.
  • Im Jahresgespräch sollten nicht zu viele Ziele auf einmal vereinbart werden. Bewährt haben sich etwa drei bis fünf Ziele pro Jahr. Ansonsten laufen die Mitarbeiter:innen Gefahr, sich zu verzetteln.
  • Nach einiger Zeit sollte überprüft werden, ob die Ziele noch zu den neusten Entwicklungen passen oder aufgrund von Strategieänderungen angepasst werden müssen. In diesem Zug kann geprüft werden, ob wichtige Meilensteine oder Zwischenziele in angemessenen Zeiträumen erreicht wurden und damit der finalen Zielerreichung gemäß der Planung nichts mehr im Wege steht.
  • Ziele können auch im Team vereinbart werden, dadurch fördern Vorgesetzte die Zusammenarbeit und den Zusammenhalt im Team.

 

Quantitative Ziele lassen sich anhand konkreter Zahlen und Zeiträume genau messen (z. B. Umsatzsteigerung um 5 % im Vergleich zum Vorjahr). Qualitative Ziele, wie z. B. die Steigerung der Kundenzufriedenheit oder Imageverbesserungen lassen sich meist schlechter abbilden. Aber auch hier sollten möglichst objektiv messbare Faktoren vereinbart werden, wie z. B. die prozentuale Steigerung der jährlichen Kundenbesuche oder der prozentuale Rückgang der Beschwerden festgehalten werden.

Weitere Hilfestellung für Mitarbeitergespräche

Wir haben für Sie Leitfaden, Checkliste und Tipps für die Gestaltung des Jahresgesprächs inkl. Gesprächsvor- und Nachbereitung zusammengestellt:

Mitarbeitergespräche - Das müssen Sie wissen!

Hinweis: Sie wollen Ihren Mitarbeiter:innen Feedback geben und sind sich unsicher, was Sie dabei beachten sollten? Hier haben wir die wichtigsten Feedbackregeln für Sie zusammengefasst:

Rückmeldungen geben

Weiter zur SP_Data Software