12.01.2021

Das ändert sich 2021

Diese gesetzlichen Änderungen zum Jahreswechsel sollten Sie kennen

Das Coronajahr 2020 ist zu Ende gegangen und auch diesmal bringt der Jahreswechsel wieder einige gesetzliche Änderungen mit sich. In unserem Überblick stellen wir Ihnen die wichtigsten Änderungen für 2021 vor.

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Höhere Freibeträge 2021 und längere Geltung

Die Kinderfreibeträge steigen im Jahr 2021 auf 8.388 EUR (2020: 7.812 EUR). Dies muss beim eventuell noch anfallenden Solidaritätszuschlag und bei der Kirchensteuer berücksichtigt werden.

Der lohnsteuerfreie Grundfreibetrag steigt 2021 auf 9.744 EUR (2020: 9.408 EUR). Mit dieser Anhebung des Grundfreibetrags um 336 EUR und einer 2. Anhebung im Jahr 2022 um weitere 240 EUR soll die steuerliche Freistellung des Existenzminimums der Steuerpflichtigen sichergestellt werden.

Der steuerliche Entlastungsbetrag für Alleinerziehende wurde dauerhaft auf 4.008 EUR (bisher 1.908 EUR) angehoben. Die bereits geltende Erhöhung im Rahmen der Corona-Hilfen war bisher bis Ende 2021 befristet. Damit sollen Alleinerziehende und deren höherer Betreuungsaufwand in Corona-Zeiten unterstützt werden.

Die steuerfreien Corona-Sonderzahlungen in Höhe von 1.500 Euro, die Arbeitgeber an ihre Mitarbeiter wegen besonderer Arbeitsbelastungen zahlen können, wurden nun bis Juni 2021 verlängert. Darunter fallen z. B. Bonuszahlungen für Pflegekräfte.

Ab 1.1.2021 steigt das Kindergeld um 15 Euro pro Monat und Kind. Das Kindergeld wird üblicherweise durch die Familienkassen, unabhängig vom Lohnsteuerabzug ausgezahlt. Nur Arbeitgeber in der öffentlichen Verwaltung müssen das staatliche Kindergeld selbst an ihre Beschäftigten mit der Entgeltabrechnung auszahlen.

Änderungen in der Sozialversicherung

Die Sozialversicherungswerte orientieren sich an der Veränderung der Bruttolöhne und -gehälter in Deutschland und werden daher jährlich angepasst. Beachten Sie dabei mögliche versicherungsrechtliche Änderungen durch die gestiegenen Grenzwerte:

  • Monatliche Beitragsbemessungsgrenzen 2021:
    • Allgemeine Renten- und Arbeitslosenversicherung: 7.100 EUR/West (+ 200 EUR) bzw. 6.700 EUR/Ost (+ 250 EUR)
    • Kranken- und Pflegeversicherung: 4.837,50 EUR (+ 150 EUR).
  • Allgemeine Jahresarbeitsentgeltgrenze 2021: 64.350 EUR (+ 1.800 EUR), besondere Jahresarbeitsentgeltgrenze 58.050 Euro

Hinweis: Die Jahresarbeitsentgeltgrenzen sind als Versicherungspflichtgrenzen wichtig, um festzustellen, ob der Arbeitnehmer bei einer gesetzlichen Krankenversicherung pflichtversichert sein muss. Nur wenn das regelmäßige Jahresarbeitsentgelt die Jahresarbeitsentgeltgrenze überschreitet, tritt mit Ablauf des Kalenderjahres Krankenversicherungsfreiheit ein. Wird im Gegenzug die regelmäßige Jahresarbeitsentgeltgrenze unterschritten, tritt für diese Arbeitnehmer zum 1. Januar 2021 die Krankenversicherungspflicht ein.

Neues Krankenkassenwahlrecht

Gesetzlich Krankenversicherte können grundsätzlich zwischen verschiedenen Krankenkassen wählen. Ab 2021 sind sie nur noch 12 Monate (statt bisher 18 Monate) an die gewählte Kasse gebunden. Dies gilt auch für bereits bestehende Mitgliedschaften.

Insolvenzgeldumlage steigt

Die Insolvenzgeldumlage (U3) steigt ab 2021 auf 0,12 % (bisher 0,06 %). Diese Umlage wird alleine von den Arbeitgebern gezahlt und muss an die Einzugsstellen abgeführt werden. Sie berechnet sich aus dem Arbeitsentgelt der Beschäftigten.

Homeoffice-Pauschale

Für die Jahre 2020 und 2021 können Arbeitnehmer nach aktuellen Beschlüssen bis zu fünf Euro pro Arbeitstag von der Steuer absetzen, um höhere Kosten zuhause auszugleichen. Maximal soll dies für 120 Tage gelten, insgesamt also bis zu 600 Euro pro Jahr. Diese Homeoffice-Pauschale zählt allerdings zu den Werbungskosten, für die alle Arbeitnehmer pauschal 1.000 Euro ansetzen können. Daher werden nur diejenigen Arbeitnehmer von der Maßnahme profitieren, deren Kosten die Pauschale überschreiten. Unklar ist noch, ob die Arbeitgeber die Homeoffice-Zeiten bestätigen müssen.

Weitere wichtige Änderungen:

 

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  • Lohnsteuerhilfe Bayern Referenz
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