09.07.2018

Zeit der Sommeraushilfen

Was Unternehmen bei der Beschäftigung beachten müssen

Landwirte und Gastronomen sind dankbar über Aushilfskräfte beim Spargelstechen, bei der Weinlese oder als Servicepersonal im Biergarten. Und Schüler oder Studenten freuen sich besonders in der Ferienzeit über einen Aushilfsjob. Der Beitrag informiert Sie, was Sie bei der kurzfristigen Beschäftigung von Saison- und Aushilfskräften beachten müssen.

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Limitierung der Arbeitszeit und Arbeitsdauer

Saisonale Aushilfskräfte sind nur dann sozialversicherungsfrei in einer sogenannten kurzfristigen Beschäftigung, wenn sie nicht mehr als 70 Arbeitstage im Kalenderjahr beschäftigt werden. Bei einer 5 Tage-Woche darf die Aushilfskraft also maximal 3 Monate arbeiten. Vorbeschäftigungszeiten bei anderen Arbeitgebern müssen ebenfalls in die 70 Tage eingerechnet werden und sollten unbedingt im Vorfeld erfragt werden. 

Achtung: Zum 01.01.2019 ändern sich die Zeitgrenzen wieder zurück auf die bis 2015 geltenden 2 Monate/50 Tage.

Bei „Berufsmäßigkeit“ ist eine kurzfristige Beschäftigung nicht möglich, z.B. wenn die Aushilfe bei der Arbeitsagentur als arbeitssuchend gemeldet ist. Dies gilt auch bei Schulabgängern, wenn sie nach den Sommerferien eine Berufsausbildung oder Beschäftigung beginnen. Plant ein Abiturient hingegen nach den Ferien zu studieren oder eine weitere Schule zu besuchen, liegt keine Berufsmäßigkeit vor.

Lohnsteuerpflicht auch bei kurzfristiger Beschäftigung

Bei einer kurzfristigen Beschäftigung ist der gezahlte Arbeitslohn lohnsteuerpflichtig, gemäß den Lohnsteuermerkmalen des Arbeitnehmers. Allerdings ist eine pauschale Lohnsteuer mit 25% möglich, wenn die folgenden Kriterien erfüllt sind:

  • Es handelt sich um eine gelegentliche Beschäftigung (nicht regelmäßig wiederkehrend!)
  • Die Beschäftigung ist auf maximal 18 zusammenhängende Arbeitstage befristet 
  • Der durchschnittliche Arbeitslohn von 12 EUR je Stunde wird nicht überschritten
  • Die durchschnittliche Tageslohngrenze von 72 Euro wird nicht überschritten.

Mindestlohn gilt auch für Aushilfskräfte

Auch geringfügig Beschäftigte, kurzfristig Beschäftigte, Werkstudenten und Teilzeitkräfte aller Art haben einen Anspruch auf den gesetzlichen Mindestlohn von derzeit 8,84 Euro pro Stunde. Bei Kost und Logis können Arbeitgeber und Arbeitnehmer Sachbezüge als Teil des Arbeitsentgelts vereinbaren, wenn dies dem Interesse des Arbeitnehmers oder der Eigenart des Arbeitsverhältnisses entspricht, wie beispielsweise bei Saisonarbeitern.

Alter bei Schülern beachten

Wer Schüler beschäftigt, muss beim Alter genauer hinschauen, denn erst ab 15 Jahren dürfen Jugendliche einen richtigen Ferienjob annehmen, wenn ihre Eltern zustimmen. Kinder über 13 Jahre dürfen mit Zustimmung der Eltern lediglich zwei Stunden pro Tag leichte Tätigkeiten wie z.B. Babysitten oder Flyer verteilen, übernehmen.

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