08.03.2018

Von kletternden Fischen und Überflieger

Talente fördern

Im „War for Talent“ wird es für Unternehmen immer schwieriger Schlüsselpositionen zu besetzen. Talentmanagement stellt Personaler nicht nur vor die Aufgabe Talente zu finden – vielmehr geht es um ein erfolgreiches Zusammenspiel von drei Komponenten im Arbeitsleben eines Mitarbeiters: Talente finden, fördern und binden. Dabei stellt sich nicht nur die Frage, wie dieses Zusammenspiel gelingt - ein Unternehmen sollte sich zunächst bewusstmachen, was es unter „Talent“ versteht.

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Unter Talentmanagement fallen alle Maßnahmen, die ein Unternehmen trifft, um Talente auf dem Arbeitsmarkt zu finden, sie ins Unternehmen zu bringen, dort entsprechend ihrer Fähigkeiten zu fördern und einzusetzen und sie dann möglichst lange ans Unternehmen zu binden. Wie genau diese Maßnahmen aussehen, hängt davon ab, welche Definition von „Talent“ zugrunde gelegt wird. Meistens bewegt sich das individuelle Verständnis eines Unternehmens irgendwo zwischen verschiedenen Definitionen, die Personalverantwortlichen sollten ihre Strategien jedoch auf ein gemeinsames Verständnis bauen.

Definition 1: Der Regenbogenfisch

Das erste Extrem im Spektrum der Talentdefinitionen ist die eher klassische Vorstellung des „Ausnahmetalents“. Dieses Verständnis konzentriert sich verstärkt auf sog. „High Potentials“. Hier geht es um die Talente, die in besonderer Weise zum Unternehmenserfolg beitragen und strategische Verantwortung tragen. Sie sind sowohl im Unternehmen, als auch insgesamt auf dem Arbeitsmarkt rar gesät. Dieser Elite-Ansatz konzentriert sich entsprechend auf eine kleine Gruppe potenzieller Mitarbeiter und Führungskräfte.

Definition 2: Kletternde Fische

“Jeder ist ein Genie! Aber wenn Du einen Fisch danach beurteilst, ob er auf einen Baum klettern kann, wird er sein ganzes Leben glauben, dass er dumm ist.“ Frei nach dem Albert Einstein zugeschriebenen Zitat, lässt sich das andere Extrem der Talentdefinitionen beschreiben. Danach geht es nicht darum, einzelne Ausnahmetalente zu finden, sondern die Talente jedes einzelnen herauszuarbeiten. Diese Definition geht davon aus, dass alle Mitarbeiter zum Unternehmenserfolg beitragen. Talentmanagement bedeuten in diesem Fall, jeden Mitarbeiter seinem Talent entsprechend zu fördern und einzusetzen.

Vielfalt im Talente-Pool

Die Definitionen dienen natürlich nur als Orientierungspunkte. Jedes Unternehmen entscheidet für sich selbst, was Talente ausmacht und wie eine entsprechende Talentstrategie gestaltet werden soll. Wie so oft kann auch im Talentmanagement eine gute Mischung das Erfolgsrezept sein. Letztendlich entscheiden die Unternehmensziele, für welche Schlüsselpositionen welches Talent erforderlich ist. In einem guten Zusammenspiel profitieren alle Fische vom Glanz des Regenbogenfischs, wenn dieser sein Talent teilt und weitergibt.

Konkrete Aufgaben für HR

Das Talentmanagement fängt beim Recruiting an – hört da aber noch lange nicht auf. Unter erfolgreiches Recruiting fällt neben Employer Branding auch die Pflege eines Talente-Pools mit vielversprechenden Kandidaten, die noch nicht eingestellt werden konnten. Wird ein Mitarbeiter eingestellt, kommt das Onboarding mit hinzu. Trainee-Programme und Weiterbildungen können weitere Schritte sein, um neue Talente aus den eigenen Reihen zu entwickeln. Performance und Kompetenzmanagement, Weiterbildung und Personalentwicklung fallen unter die Pflege bestehender Mitarbeiter. Selbst mit dem Austritt hört das Talentmanagement nicht auf. Gerade der Nachfolgeregelung sollte Aufmerksamkeit geschenkt werden. Und auch mit Talenten, die das Unternehmen verlassen, sollte der Kontakt gepflegt werden.

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