08.07.2017

Vom Schlüssel zum Fingerabdruck-Scanner

Zutrittskontrollen in Zeiten von Datendiebstahl

Wer erinnert sich noch an die Zeiten, in denen man als Mitarbeiter mit einem Schlüssel die Tür zum Bürogebäude aufgeschlossen hat. In sehr kleinen Unternehmen ist das mitunter heute noch der Fall. Doch viele Arbeitnehmer sind es schon seit Jahren gewöhnt, dass sich die Türen nach Authentifizierung an einem elektronischen Lesegerät automatisch öffnen. Die Systeme für Zutrittskontrollen sind vielfältig: Sie umfassen klassische Mitarbeiterkarten mit NFC-Übertragung ebenso wie Fingerabdruck-Scanner. Warum eine solide Zutrittskontrolle so wichtig ist und was rechtlich zu beachten ist, erfahren Sie hier.

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Unbefugten den Zutritt verwehren – schon wegen der Datensicherheit

Wenn Unbefugte sich Zugang zu einem Unternehmen verschaffen, kann das vielfältige Konsequenzen nach sich ziehen: Es liegt auf der Hand, dass das Unternehmen sich um die Mitnahme wertvoller Gegenstände fürchtet. Doch ein weiteres, permanent steigendes Risiko liegt in der Gefährdung der Daten. Erhalten die falschen Leute Zugriff auf interne Netzwerke, sind nicht nur Betriebsgeheimnisse, sondern auch sensible persönliche Daten zu Kunden und Mitarbeitern in Gefahr. In diesem Sinne ist von offenstehenden Türen zu Lagerräumen, unbesetzten Empfangstheken oder unzulänglichen Zutrittssystemen dringend abzuraten.

Bei der Auswahl eines Systems zur Zutrittskontrolle sind der Vielfalt kaum Grenzen gesetzt: Die Identifizierung per Mitarbeiterausweis oder die Eingabe von PIN-Codes mutet inzwischen schon konservativ an. Innovative Trends liegen in Technologien zu Fingerabdruck-Scannern oder Handvenen-Erkennungs-Geräten – für Unternehmen, in denen eine hohe Absicherung mithilfe von biometrischen Daten erforderlich ist. Und auch bei Zutrittskontrollen setzt man auf Cloud-Lösungen – zum Einrichten und Konfigurieren der Anlage.

Auf Rechtssicherheit achten

Die Einführung eines Zutrittskontrollsystems kann in vielen Fällen nicht ohne Weiteres vorgenommen werden. In Unternehmen mit Betriebsrat muss der Betriebsrat hinzugezogen werden, wenn es sich beim anvisierten System um eine Anlage handelt, die Daten festhält. Dies ist beispielsweise der Fall, wenn die Anlage auch die Arbeitszeit des Mitarbeiters erfasst. Bei einem kombinierten Zutritts- und Zeiterfassungssystem ist zudem zu beachten, dass die erfassten Zeitdaten nur für die Dauer des Abrechnungszeitraums gespeichert werden dürfen. Gemäß Bundesdatenschutzgesetz (§ 32 Abs. 1 Satz 1) dürfen personenbezogenen Daten der Mitarbeiter nur für Zwecke des Anstellungsverhältnisses erhoben, verarbeitet und genutzt werden (z.B. zur Gehaltsabrechnung). Der Gesetzgeber verbietet, eine Leistungskontrolle mithilfe eines Zutrittssystems vorzunehmen oder etwa Toilettengänge mit dem System zu erfassen.

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