14.11.2018

Viel hilft viel

Mitarbeiter wünschen sich mehr Auskunft zur bAV

Eine umfassende Studie von PwC hat die betriebliche Altersvorsorge aus Sicht von Arbeitnehmern beleuchtet. Die Ergebnisse der Umfrage zeigen deutlich, dass noch starke Diskrepanzen zwischen Arbeitnehmerwünschen und Realität bestehen. Ein erster Schritt, den Arbeitgeber dabei in die richtige Richtung gehen können, ist ein ausführliches Informationsangebot zum Thema bAV.

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Ergebnisse zur bAV

90% der Befragten gehen davon aus, dass die staatliche Versorgung ihrer Rente nicht ausreichen wird. Wie groß die Versorgungslücke geschätzt wird, variiert mit dem Alter der Befragten - gerade unter den jüngeren Arbeitnehmern ist die Unsicherheit aber groß. Die betriebliche Altersvorsorge macht mit 46% dabei den größten Anteil unter den genutzten Altersvorsorgeprodukten aus. Besorgniserregend ist allerdings die Tatsache, dass finanzielle Probleme für 34% der Befragten die größte Hürde bei der Altersvorsorge sind. Unsicherheit belegt dabei den zweiten Platz: Angst davor, eine falsche Entscheidung zu treffen oder fehlendes Vertrauen in die Finanzwirtschaft werden von 16%, bzw. 14% als Hürde genannt. 

Arbeitnehmerwünsche

21% der Befragten würden sich für einen Arbeitgeber mit dem besseren bAV-Angebot entscheiden, unter Akademikern sind es sogar 28%. Allerdings ist es für die Mehrheit kein ausschlaggebendes Kriterium bei der Arbeitgeberwahl. Bei der Wahl einer bAV ist ein hoher Arbeitgeberzuschuss für 45% das wichtigste Kriterium, gefolgt von hohen Zinsen, einer Absicherung im Todesfall, einer Weiterführung bei Ausscheiden und der Verständlichkeit des Angebots. Grundsätzlich gibt es deutliche Differenzen zwischen Arbeitnehmern. Manche fordern eine vollständig vom Arbeitgeber finanzierte bAV, andere wünschen sich mehr Auskunft, eine teilweise Unterstützung und andere wollen keine Einmischung des Arbeitgebers in die Altersvorsorge. Auch zwischen den verschiedenen Altersgruppen und Geschlechtern gibt es Unterschiede. 

Mehr Informationsbedarf

Das Gießkannenprinzip ist entsprechend keine gute Lösung. Vielmehr sollten Arbeitgeber ausreichende Beratung anbieten, damit Arbeitnehmer eine Entscheidung nach ihren Vorstellungen treffen können. 45% der Befragten geben allerdings an, gar keine Informationsangebote zu erhalten. Interessant ist, dass der Informationsmangel mit der Größe des Unternehmens abnimmt. Gerade in kleinen und mittleren Unternehmen hapert es besonders. Insgesamt nur 28% der Befragten fühlen sich vollständig informiert. Als hilfreichsten Kommunikationsweg werden Beratungstermine und Apps empfunden. Den Königsweg der Kommunikationsmittel gibt es laut der Umfrage nicht – je mehr Kanäle die Unternehmen jedoch für Informationen nutzen, desto mehr Arbeitnehmer fühlen sich informiert.

Die Studienergebnisse stammen aus dem Jahr 2015, sollten aber dennoch einen interessanten Einblick in die Wahrnehmung der betrieblichen Altersvorsorge durch Arbeitnehmer geben. Mit Umsetzung der EU-Mobilitätsrichtlinie sollte sich zumindest im Bereich Mitnahmemöglichkeit und Auskunftspflicht schon einiges getan haben. 

Auch 2019 wird wieder der deutsche bAV-Preis verliehen. Unternehmen können sich bis 7. Dezember mit innovativen bAV-Konzepten bewerben.

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