Transformationsprozesse aus eigener Initiative gestalten

So machen sich Unternehmen fit für die Digitalisierung

Digitale Innovationen etablieren sich in immer kürzeren Schritten am Markt: Beispiele wie YouTube, Airbnb oder myTaxi zeigen, dass heute ganz neue Geschäftsmodelle und Wertschöpfungsmöglichkeiten denkbar sind, von denen wir vor ein paar Jahren noch nicht zu träumen wagten. In kürzester Zeit vollziehen sich tiefgreifende Veränderungen dank moderner Technologien und kaum ein Unternehmen kann sich dieser Entwicklung entziehen. Doch wie gelingt es, rechtzeitig die Weichen in Richtung Digitalisierung zu stellen und selbst mit innovativen Ideen aufzuwarten? Welche Faktoren machen Unternehmen zukunftsfähig?

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Mut, Veränderungen zuzulassen

Digital erfolgreiche Unternehmen haben meist eines gemeinsam: Sie sind sich dessen bewusst, dass tiefgreifende Veränderungen im Unternehmen notwendig sind, um auch künftig am Markt zu bestehen. Sie fordern und fördern aktiv Veränderungen – auch wenn sie dazu mitunter die eigenen, bislang erfolgreichen Geschäftsmodelle in Frage stellen.

Dazu braucht es Mut und viel Kommunikation zwischen Mitarbeitern, Führungskräften und Geschäftsführung. Fragen, Ängste und Anregungen der Mitarbeiter müssen gehört und ernstgenommen werden, z.B. in einem unternehmensweiten Kick-off, in Workshops oder Präsentationen. Um Spaß und Motivation für Veränderungen zu erzeugen, sind spielerische Komponenten ein probates Mittel und Mitarbeiterbeteiligung essenziell.

Bei diesen Veranstaltungen ergeben sich meist schon erste Themenfelder und bestenfalls erste Projekte, denn die eigenen Mitarbeiter sind die besten Spezialisten für die Kunden, Märkte und Produkte. Je früher sie in Veränderungsprozesse involviert werden, desto schneller akzeptieren sie diese und arbeiten aktiv und engagiert mit.

Führung und Organisationsstrukturen neu denken

In der Vergangenheit waren Unternehmen meist damit beschäftigt, Geschäftsprozesse zu optimieren, um effizienter zu werden. Gefragt sind jetzt aber vielmehr Ideenreichtum und Kreativität, um neue und innovative Wege zu beschreiten. Die Erfahrung zeigt, dass stark hierarchische Strukturen neue Ideen eher behindern. Für komplexe und innovative Veränderungen ist es deshalb nötig, viele kreative Köpfe aus den verschiedensten Bereichen zusammenzubringen. Denn die meisten Themen „in der digitalen Welt“ müssen bereichsübergreifend entwickelt werden. Dazu braucht es heterogene Teams und Netzwerke, die in selbstgesteuerter, agiler Zusammenarbeit situativ neue Projekte angehen.

Auch Führungskräfte müssen umdenken und sich auf eine neue Managementrolle einlassen. Sie leiten die Mitarbeiter in der Regel nicht primär fachlich an, sondern räumen vielmehr Hindernisse aus dem Weg und kümmern sich darum, dass die Mitarbeiter alle Ressourcen bekommen, die sie brauchen. Vom fachlichen Vorgesetzten ändert sich ihre Rolle hin zum Begleiter in einem (digitalen) Entwicklungsprozess.

Projekte agil managen

Wirklich innovative Ideen lassen sich am besten innerhalb von interdisziplinären Teams vorantreiben, die Dank der Experten aus den unterschiedlichsten Bereichen das nötige Wissen und die Erfahrungen des Unternehmens bündeln, um zu ganzheitlichen Lösungen zu kommen. Da aber die Ergebnisse bei komplexen Projekten anfangs meist noch nicht ganz klar sind und man sich Lösungen nur schrittweise nähern kann, bieten sich vor allem agile Projektmanagement-Methoden an - wie z.B. Scrum aus der Softwareentwicklung. Das agile Arbeiten erlaubt mehr Flexibilität, auf Anforderungen einzugehen, die erst im Laufe der Entwicklung aufkommen. Der Fokus liegt hier weniger auf einer detaillierten Planung, sondern auf klaren Rollen, festen Regeln der Zusammenarbeit und zyklischem Arbeiten. Zwar werden Termine und Kosten fixiert, die Anforderungen aber erst Schritt für Schritt zusammen mit dem Auftraggeber entwickelt.

Mitarbeiterskills entwickeln

Diese Umwälzungen ziehen sich durch alle Branchen und Hierarchien und bringen für Mitarbeiter tiefgreifende Veränderungen mit sich. Für das agile Arbeiten brauchen sie oft andere Kompetenzen und Skills, wie z.B. Projektmanagement-Kenntnisse und methodisches Wissen. Da in selbstgesteuerten Teams jeder Mitarbeiter direkt oder indirekt mitverantwortlich für den Erfolg oder Misserfolg seines Teams, Bereichs und des ganzen Unternehmens ist, braucht er auch unternehmerisches Denken. Aber auch Sozialkompetenz für die Arbeit in übergreifenden Teams mit vielen verschiedenen Kollegen wird wichtiger, genauso wie Schnittstellen- und Vermittlerkompetenzen, Sprachkenntnisse, die Fähigkeit zum Netzwerken und der professionelle Umgang mit Konflikten und Rückschlägen.

Für Unternehmen und Führungskräfte gilt es, offen für Neues zu sein, Mitarbeiterkompetenzen systematisch (weiter) zu entwickeln und bei Bedarf externen Rat für Veränderungsprozesse einzuholen.

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