18.09.2017

Smarte Köpfe dank mobilen Lösungen finden

Mobile Anwendungen sind bei HR wichtiger denn je – besonders im Recruiting

Das Smartphone ist fester Bestandteil unseres Alltags: Wir lassen uns von ihm den Weg anzeigen, das Wetter vorhersagen, die Abfahrtszeiten von Bus und Bahn ausgeben. Wir nutzen es zur Informationssuche, zum Shoppen, Fotografieren und natürlich zum Austausch mit anderen. Eins ist klar: Der mobile Kanal wird flächendeckend lebendig genutzt. Daher gilt: Möchte man Menschen in ihrer Lebenswelt erreichen, kommt man am mobilen Trend nicht vorbei. Für Personalabteilungen in Unternehmen wird es bei der Suche nach neuen Mitarbeitern somit zu einem entscheidenden Faktor, ob das Unternehmen im mobilen Kanal präsent ist oder nicht. Doch neben dem Recruiting führt auch bei anderen HR-Aufgaben der Weg in Richtung mobile Lösungen: z.B. beim Onboarding und Reisekosten-Management. Worauf müssen Sie gefasst sein?

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Recruiting: Kandidaten bewegen sich ganz selbstverständlich im mobilen Kanal

In der digitalisierten Welt und in Zeiten des Fachkräftemangels müssen Recruiter die potenziellen Kandidaten dort abfangen, wo sie sich bewegen. Denn einfach nur darauf zu warten, dass die künftigen Mitarbeiter von selbst beim Unternehmen an die Tür klopfen, ist nicht mehr zeitgemäß. Und da die möglichen Kandidaten mit ihrem Smartphone im mobilen Kanal unterwegs sind, birgt der Kanal großes Potenzial für die Jagd nach Talenten. So informierte das Handelsblatt mit Bezug auf die „Mobile Recruiting Studie 2017“, die durch die Kooperation von meinestadt.de und Hochschule RheinMain entstand, dass Bewerber inzwischen bereits zu 76,1 % auf ihrem Smartphone nach Jobs suchen. Desktop-PCs und Tablets bleiben mit 69,9 % bzw. 28,5 % hinter dem Smartphone zurück.

Es überrascht somit kaum, dass Bewerber sich wünschen, Ihre Bewerbung über mobile Technologien verschicken zu können. Denn ihre Einstellung zum mobilen Kanal ist durchaus positiv. Fast jeder zweite Bewerber (47 %) glaubt, dass auf eine mobile Bewerbung ein schnellerer und intensiverer Bewerbungsprozess folge. Zu diesem Ergebnis kam die „StepStone Trendstudie 2016“ durch eine Online-Befragung von ca. 14.000 Fach- und Führungskräften. Somit steht fest, dass unter den Bewerbern durchaus die Bereitschaft zu einer mobilen Abwicklung des Bewerbungsprozederes besteht. Doch wie sehen die Möglichkeiten auf Seite der Unternehmen aus?

Viele Unternehmen haben Nachholbedarf in der mobilen Optimierung

Wenn auf der einen Seite die Jobsuchenden geradezu schon ihr Smartphone gezückt halten, um ihre Bewerbung direkt vom mobilen Endgerät aus zu versenden, fragt man sich, wie die Offenheit und die technischen Möglichkeiten auf der Unternehmensseite aussehen. In Sachen Mobilfreundlichkeit scheint doch eher eine Kluft zwischen Wunschdenken der Kandidaten und der Realität der Unternehmen zu bestehen: Wie das Handelsblatt unter Berufung auf die „Mobile Recruiting Studie 2017“ von meinestadt.de und Hochschule RheinMain mitteilte, geben 43,2 % der befragten Unternehmen an, den Karriere-Bereich auf ihrer Website noch nicht für mobile Endgeräte optimiert zu haben. Die fehlende Optimierung hat meist zur Konsequenz, dass das eigene Stellenportal inklusive Anzeigen auf dem Smartphone nicht im idealen Format ausgespielt wird. Wahrscheinlich kann der Bewerber die Ausschreibungen folglich schlecht lesen und wird schlimmstenfalls seine Suche auf der Seite abbrechen.

Ähnlich sieht es bei der Frage aus, ob das Unternehmen die Möglichkeit zum Bewerbungsversand über ein mobiles Endgerät anbietet (z.B. über 1-Click-Bewerbung von StepStone oder durch Übermittlung des LinkedIn-/Xing-Profils). Diese Frage beantworten fast 25 % mit Nein, weil sie nicht an die Bereitschaft der Bewerber zum mobilen Versand glauben. Und noch weitere 19,5 % verneinen es ebenfalls, obwohl diese Gruppe zumindest der Idee gegenüber offen ist, aber einfach noch nicht die technischen Voraussetzungen geschaffen hat.

Immerhin lässt sich eine vollkommen mobil-feindliche Einstellung unter den HR-Verantwortlichen eher selten feststellen. Denn wie das Handelsblatt die Studie weiter zitiert, halten nur 6,9 % der Personaler die mobile Bewerbung für einen vorübergehenden Hype. Die zehnfache Menge der Befragten (69,4 %) glaubt hingegen an die zukünftig zunehmende Relevanz des mobilen Bewerbungsversands. Und zudem sind 45,8 % der befragten HR-Mitarbeiter überzeugt, dass das Fehlen von mobilen Bewerbungsmöglichkeiten auf Dauer das Recruiting erschweren wird.

Die Umsetzung scheint jedoch der Erkenntnis hinterherzuhinken, wie die Zahlen zum aktuellen Angebot mobiler Bewerbungsmöglichkeiten gezeigt hat. Da die Relevanz des mobilen Kanals in unserem alltäglichen Leben zunimmt, ist kaum zu erwarten, dass dieser Trend vor der Kommunikation zwischen Bewerbern und Unternehmen Halt macht. Daher kann im War of Talents die Optimierung von Bewerbungsmöglichkeiten für mobile Endgeräte zu einem entscheidenden Faktor werden. Wer schneller damit anfängt, sich im mobilen Kanal attraktiv aufzustellen, kann sich möglicherweise einen Wettbewerbsvorteil beim Gerangel um die Talente herausholen. In einer Checkliste haben wir für Sie zusammengestellt, worauf sie bei der mobilen Optimierung Ihres Bewerbungsprozesses achten sollten.

5-Punkte-Checkliste für die Optimierung der Bewerbungsmöglichkeiten für mobile Endgeräte

 

  • Haben Sie sichergestellt, dass der Karriere-Bereich Ihrer Website mitsamt Stellenanzeigen auf mobilen Endgeräten optimal ausgespielt wird?
    Hierbei handelt es sich um die sogenannte mobile Optimierung Ihrer Website. Es kommt vor, dass bei einem Website-Relaunch der Karriere-Bereich von der Optimierung ausgespart wurde, weil dort andere Web-Technologien im Einsatz sind. Sollte das bei Ihrer Website der Fall sein, besteht dringender Nachrüstungsbedarf, damit Sie den Besucher Ihres Karriereportals nicht von Anfang an durch schlechte Lesbarkeit auf Smartphones verprellen.
  • Sind die Inhalte der Stellenanzeige auf die mobile Ansicht ausgelegt? 
    Obwohl Smartphone-Displays immer größer werden, sind sie noch immer klein im Vergleich zu Tablets oder Desktop-PCs. Daher sind Smartphone-Nutzer schnell geneigt, eine Seite zu verlassen, wenn sie sich durch lange Text-Wüsten hindurchscrollen müssen. Die Stellenanzeige sollte deshalb kurz und knackig formuliert sein und die wichtigsten Basisdaten zur ausgeschriebenen Stelle sehr weit oben enthalten.
  • Haben Sie alle zusätzlichen Infos für mobile Geräte optimiert? 
    Wenn der Bewerber die Stellenanzeige gelesen hat, kann es sein, dass er noch weiterklicken möchte. Z.B. will er sich zum Beispiel den Standort des Unternehmens auf Googlemaps oder in der Karten-App anzeigen lassen. Diese Features sollten auf dem Smartphone funktionieren. Ebenso sollte es einen mobil-optimierten Kontakt-Button geben, mit dem der Bewerber bei Fragen Kontakt aufnehmen kann.
  • Gibt es die Möglichkeit, direkt über das Smartphone die Bewerbung zu übermitteln? 
    Hiermit sind wir bei der eigentlichen Optimierung der Bewerbung für mobile Endgeräte. Eine Möglichkeit für eine Smartphone-Bewerbung wäre beispielsweise, die 1-Click-Bewerbung von StepStone anzubieten. Alternativ sind auch die Übermittlung des eigenen Xing- oder LinkedIn-Profils per Klick denkbar. 
  • Kann der Bewerber den Status seiner Bewerbung auf dem Smartphone sichten? 
    Das ist die Kür der mobilen Optimierung von Bewerbungsverfahren: Wir sind vom Online-Shopping und vom Paketversand inzwischen daran gewöhnt, den Status eines laufenden Prozesses abrufen zu können. Wenn Sie den Status der Bewerbung für Ihren Kandidaten auf dem Smartphone verfügbar machen, wird er sicherlich sofort von der Professionalität Ihres Unternehmens überzeugt sein – und das ist die Grundvoraussetzung, damit ein Unternehmen im War of Talents punkten kann.

Onboarding-Apps: mehr als „nur“ Unternehmensinfos

Im Recruiting ist der Bedarf an mobilen Lösungen sicherlich am höchsten. Nichtsdestotrotz können mobile Anwendungen auch in anderen Aufgabenfeldern von HR von hohem Nutzen sein. Das Risiko, dass sich Unternehmen und Mitarbeiter noch während der Probezeit wieder trennen, ist sehr ernst zu nehmen, weil die Rekrutierung eines neuen Kandidaten wieder hohe Kosten verursacht. Ganz zu schweigen von der fehlenden Leistung, die durch die längere Vakanz und wiederholte Einarbeitung bedingt ist. Daher richten Unternehmen ihren Fokus stärker auf den Onboarding-Prozess, der über einen einfachen Einarbeitungsplan hinausgeht und auch die soziale Integration des neuen Mitarbeiters vorantreibt.

Zur Unterstützung des Onboarding setzen Unternehmen inzwischen immer häufiger auf Onboarding-Apps. Die neuen Mitarbeiter können sie normalerweise über den App Store auf Ihr Smartphone laden und bekommen dort hilfreiche Infos für den Start im Unternehmen. Einerseits können Onboarding-Apps relevante Basis-Informationen enthalten, die es erleichtern, sich im Unternehmen zurechtzufinden: z.B. wo welche Räume oder die Kantine zu finden sind, welche Ansprechpartner bei HR für was zuständig sind, News des Betriebsrats oder Freizeitangebote.

Gleichzeitig kann eine App aber auch Interaktionsmöglichkeiten anbieten (Teilen von Videos, Feedbackfunktionen). Dies ist für den Aufbau eines persönlichen Netzwerks im Unternehmen sehr förderlich. Insgesamt bietet eine Onboarding-App den Vorteil der Mobilität und Flexibilität, weil der neue Mitarbeiter sie jederzeit aufrufen kann – auch wenn er sich gerade im Gebäude verlaufen hat. Dadurch stärkt sich vom ersten Tag an seine Bindung ans Unternehmen.

Mobile Lösungen für die Reisekostenabrechnung: unterwegs alles dabei

Ein weiterer Trend, der sich im HR-Bereich feststellen lässt, ist die Nutzung mobiler Lösungen zur Reisekostenerfassung und -verwaltung. Inzwischen gibt es auf dem Markt verschiedene Apps, die es dem Mitarbeiter ermöglichen, dass er schon während seiner Dienstreise Kosten und Daten in die App übermittelt. Teilweise können die Apps Online-Buchungen verarbeiten, hochgeladene Belege speichern oder die genauen Zeiten der Dienstreisedauer aufnehmen. Auf diese Weise reduzieren sich später die Aufwände bei der Bearbeitung der Dienstreise.

Somit bieten sich mobile Lösungen bei HR nicht nur zur vereinfachten Kommunikation an (z.B. zwischen Unternehmen und Bewerber oder neuem Mitarbeiter), sondern auch für administrative Abwicklungen. Die Vielfalt der mobilen Technologien wird sicherlich künftig noch zunehmen.

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