Mitarbeiter sind die besten Recruiter

Warum „Recruit a friend“-Programme so erfolgreich sind und wie sie ganz einfach in Ihrem Unternehmen etabliert werden können.

Ein sehr erfolgversprechendes Recruitinginstrument besitzt jedes Unternehmen automatisch: die eigenen Mitarbeiter. „Recruit a friend“- oder Mitarbeiterempfehlungsprogramme haben sich zu einem der Top-5-Kanäle für die Kommunikation von Stellenvakanzen entwickelt. Ihre Bedeutung hat in den letzten Jahren signifikant zugenommen und ist inzwischen laut der Studie „Recruiting Trends 2018“ von Monster Deutschland und der Universität Bamberg der drittstärkste Kanal bei Neueinstellungen. Laut Studie, für die 1.000 Top-Unternehmen und 2.800 Kandidaten befragt wurden, haben 18,3 % der Kandidaten ihren aktuellen Job durch eine Mitarbeiterempfehlung erhalten.

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Wie funktionieren Mitarbeiterempfehlungsprogramme?

Generell wird meist zwischen einfacher Weiterleitung und aktiver Empfehlung unterschieden: Mitarbeiter können offene Stellen an Freunde und Bekannte weiterleiten, z.B. über die privat genutzten Social-Media-Anwendungen oder Karrierenetzwerke. Drei Viertel der befragten Top-Unternehmen nutzen diese Möglichkeit. Mitarbeiter können aber auch selbst Kandidaten für offene Stellen vorschlagen. Vier von zehn Top-1.000-Unternehmen fordern die eigenen Mitarbeiter bereits dazu auf. In der IT-Branche sind es immerhin sechs von zehn. Dabei belohnen 36,7 % der Top-1.000-Unternehmen und 61,3 % der IT-Unternehmen eine erfolgreiche Empfehlung, aus der eine tatsächliche Einstellung resultiert.

Stärken und Schwächen von "Recruit a friend"

Die Mitarbeiterempfehlung ist kostengünstiger und schneller als andere Recruitingkanäle. Eine zeitaufwändige Kandidatenvorauswahl übernehmen hierbei die eigenen Mitarbeiter. Da Freunde, alte Studienkollegen oder frühere Kollegen meist einen ähnlichen Karriereweg hinter sich gebracht haben, sind sie in der Regel ebenso qualifiziert. Empfohlene Mitarbeiter passen zudem oft besser zur Unternehmenskultur, sind schneller eingearbeitet und aufgrund des persönlichen Bezugs nicht selten loyaler.

Allerdings haben Mitarbeiterempfehlungsprogramme auch Schwächen: wenn etwa Beruf und Freizeit getrennt bleiben und Freunde nicht auch noch Kollegen werden sollen oder befürchtet wird, schlechte Leistungen der vorgeschlagenen Kandidaten fiele auf den Empfehlenden zurück. Außerdem kann es frustrierend sein, wenn vorgeschlagene Bewerber doch nicht eingestellt werden.

Voraussetzungen für den Erfolg

Damit solche Programme funktionieren, müssen Empfehlungen freiwillig sein. Unternehmen sollten die eigenen Mitarbeiter immer wieder auf das „Recruit a friend“-Programm hinweisen, z.B. anhand von erfolgreichen Einstellungen. Auch die ausgelobten Prämien (Bonus, Erlebnisgutscheine oder Zusatzurlaub) dürfen immer mal wieder erwähnt werden.

Software-Unterstützung

Es gibt bereits zahlreiche Tools für Mitarbeiterempfehlungen, die auch Social-Media-Plattformen integrieren, Reportings oder Prämien verwalten können, z.B. Talentry, Bonago oder Firstbird. Auch die bekannteren Karrierenetzwerke wie Xing oder LinkedIn bieten mittlerweile diese Funktionen an. Mit diesen Tools können Mitarbeiter offene Stellen mit ihren Kontakten teilen oder als private Nachrichten versenden. Mit den Recruiter-Zugängen können HR-Mitarbeiter Prämien verwalten, Erfolge auswerten und sie teilweise im Corporate Design in ein Bewerbermanagementsystem integrieren.

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