12.02.2018

Mitarbeiter einbeziehen

Mitbestimmung beim Wechsel von HR Systemen

HR-Software bietet schon lange weitaus mehr als Unterstützung bei der Abrechnung. Statistiken zur Personalsituation können als Grundlage für die Planung und Auswertung dienen. Kennzahlen liefern einen Überblick zu Personalstrukturen, helfen bei der Einsatzplanung und ermöglichen Personalbedarf frühzeitig zu erkennen. Wer die Zahlen zu deuten weiß, findet zwischen den Zeilen Verbesserungspotentiale und Optimierungsbedarf. Kurz: HR-Software kann – richtig eingesetzt – bei unternehmerischen Entscheidungen unterstützen und sollte deswegen mit Bedacht ausgewählt und genutzt werden.

csm_Mitsprache_HR-Software_fb4cfeabf2

 

Entscheidet sich ein Unternehmen nun, den Anbieter zu wechseln, bedeutet das zum einen eine Umstellung in der Personalabteilung, zum anderen werden gegebenenfalls mehr Personaldaten erfasst. Ist das der Fall, erfordert die Umstellung unter Umständen die Zustimmung des Betriebsrates.

Muss ich Mitarbeiter einbeziehen?

Nach § 87 Abs. 6 des Betriebsverfassungsgesetzes ist der Betriebsrat hinzuzuziehen, bei der "Einführung und Anwendung von technischen Einrichtungen, die dazu bestimmt sind, das Verhalten oder die Leistung der Arbeitnehmer zu überwachen". Dabei geht es nicht nur darum, ob der Arbeitgeber die Software überhaupt zur Kontrolle nutzen möchte, sondern auch darum, ob die Software technisch dazu geeignet wäre – was wesentlich häufiger der Fall ist, als man denkt. Das betrifft beispielsweise auch Software, die Log-Dateien erfasst und speichert, wer welche Änderungen vorgenommen hat.

Kompromisse finden

Der Betriebsrat soll Mitarbeiter vor unangemessener Überwachung durch den Arbeitgeber schützen. Stellen Sie sich beispielsweise vor, eine neue HR-Software erfasse auch die Kantinenabrechnung der Mitarbeiter, sowie Hobbys, die diese im Lebenslauf bei der Bewerbung angegeben haben. Mitarbeiter könnten nun zu Recht befürchten, dass ungesunde Ernährung oder gefährliche Hobbys sie zu „Risikokandidaten“ machen, die bei einer anstehenden Beförderung außen vor gelassen werden. Die Angst vor Restriktionen darf den Arbeitnehmer in nicht seinen Freiheitsrechten einschränken.

Grundsätzlich hat der Arbeitgeber natürlich ein berechtigtes Interesse, bestimmte Daten zu erheben. Deswegen geht es nicht darum, jegliche technische Neuerung zu verbieten, die grundsätzlich Formen der Überwachung zulässt. Vielmehr sollen sinnvolle Kompromisse gefunden werden, die die Rechte beider Seiten berücksichtigen. Wer hofft, ein System stillschweigend am Betriebsrat vorbei einzuführen, handelt sich häufig Ärger und Misstrauen ein.

Wann will ich Mitarbeiter einbeziehen?

„Viele Köche verderben den Brei“, wie es so schön heißt. Wer alle Betroffenen an einer Entscheidung beteiligen will, wird oft viele Meinungen hören und kann sich auf einen langwierigen Einigungsprozess einstellen. Häufig lohnt es sich trotzdem, „Verbündete“ an Bord zu holen. Gerade bei der Einführung neuer Software, wollen Sie Mitarbeiter auf Ihrer Seite wissen – schließlich sollen diese sie anschließend Erfolg bringend bedienen. Nur wenn Sie Mitarbeitern Gründe und Ziele einer Softwareumstellung kommunizieren, können diese sich auch hinter die Entscheidung stellen.

Veränderungen lösen grundsätzlich zunächst einmal Unsicherheit aus. Wer Mitarbeiter in die Entscheidung miteinbezieht, bringt ihnen Vertrauen entgegen und gewinnt im Gegenzug ihr Vertrauen.

Neueste Beiträge

12.02.2018

Big Data - auch big im HR-Bereich?

Potenzial der Datenanalyse im...

lesen
12.02.2018

Ab Juli höhere Verdienst­möglichkeiten für Midijobber

Neuer Übergangsbereich statt...

lesen
12.02.2018

Offene(re) Türen für ausländische Fachkräfte

Erleichterungen im...

lesen
12.02.2018

Hitze im Büro - Welche Regeln gelten?

Arbeitgeber muss bei hohen...

lesen

REFERENZEN UND ANWENDERBERICHTE

  • MarcCain Referenz
  • ruf Referenz
  • Lindner Referenz
  • Borbet Referenz
  • 1.FC Köln Referenz
  • DRK Referenz
SP_Data GmbH & Co. KG
Engerstraße 147
Herford
Nordrhein-Westfalen
Telefon: 05221 9140 0

Amtsgericht Bad Oeynhausen HRA 3714, persönlich haftende Gesellschafterin:

SP_Data Verwaltungs GmbH, Amtsgericht Bad Oeynhausen, HRB 5300.

Geschäftsführer: Diplom-Wirtschaftsingenieur Stefan Post.

Impressum