25.01.2017

Meldung zwischen Arbeitgeber und Krankenkasse demnächst fehlerfrei?

Bestands- und Fehlerprüfungsverfahren kommt

Immer wieder ärgerlich: Erhalten Sozialleistungsträger fehlerhafte Meldungen von Arbeitgebern, entstehen Aufwände für die Stornierung und Neumeldung der Daten. Und auch umgekehrt freuen sich Arbeitgeber nicht gerade, wenn Krankenkassen ihnen fehlerhafte Meldung übermitteln. Jetzt soll das neue Bestands- und Fehlerprüfungsverfahren Abhilfe schaffen.

csm_99920443_Datenuebermittlung_d5c63b7da0

Mit dem 6. SGB IV-Änderungsgesetz ändert sich das Meldeverfahren und soll ab 2017 eine Vereinfachung für Krankenkassen und Arbeitgeber bringen. Einerseits darf sich die Krankenkasse herausnehmen, falsche Daten des Arbeitgebers zu ändern. Dieser Vorgang nennt sich Bestandsprüfungsverfahren. Andererseits muss die Krankenkasse auch Fehlern ihren eigenen Meldungen in Richtung Arbeitgeber vorbeugen: im Fehlerprüfungsverfahren.

 

Bestandsprüfungsverfahren: Rechte und Pflichten der Krankenkasse

Beim Erhalt der Meldungen des Arbeitgebers gleicht die Krankenkasse die übermittelten Daten mit ihren Bestandsdaten ab. Fallen Unterschiede in den Datensätzen auf, hat die Krankenkasse das Recht, die fehlerhafte Meldung des Arbeitgebers zu korrigieren. Dieses Verfahren birgt eine Vereinfachung zu den früheren Plänen, nach denen die Krankenkasse fehlerhafte Datensätze strikt hätte abweisen können. Dann hätte man die Meldung wieder von vorne starten müssen, was auf beiden Seiten erhöhte administrative Aufwände erzeugt. Mit dem neuen Bestandsprüfungsverfahren wird der Prozess abgekürzt.

Was zu beachten ist: Die Krankenkasse darf den Datensatz nicht in kompletter Eigenregie ändern. Die Änderung muss im Einvernehmen mit dem Arbeitgeber erfolgen. Denn schlussendlich ist es das Ziel des Gesetzgebers, eine „Bestandsidentität“ zu schaffen. Das heißt, dass auf beiden Seiten die Datensätze identisch sein sollen. Deshalb ist die Krankenkasse verpflichtet, ihre Änderungen dem Arbeitgeber maschinell anzuzeigen.

Termine zur Umsetzung des Bestandsprüfungsverfahrens

Das neue Bestandsprüfungsverfahren ist am 01.01.2017 im AAG-Verfahren gestartet. Ab 2018 wird es auch im Meldeverfahren für Krankenkassen umgesetzt. Für 2019 ist die Ausweitung auf Rentenversicherungsträger vorgesehen. Zudem soll es dann auch beim Beitragsnachweis greifen. Das Zahlstellen-Meldeverfahren bleibt von den Neuerungen unberührt.

Herausforderungen des Fehlerprüfungsverfahrens

Auch die Meldungen der Krankenkassen werden nun auf syntaktische Fehler mittels einer so genannten Kernprüfung untersucht. Diese Kernprüfung wird nun bei den Datenannahmestellen der Krankenkassen durchgeführt. Durch diese zentrale Prüfung der Meldungen an wenigen Stellen soll eine hohe Verfahrenssicherheit für alle Beteiligten sichergestellt werden.

Die Annahmestellen sind verpflichtet, die ausgehenden Meldungen der Krankenkassen/Einzugsstellen zu prüfen. Stellen sie Fehler fest, weisen sie Meldungen an die Krankenkasse/Einzugsstelle zurück und speichern die Information über die abgewiesene Meldung mit einer Fehlernummer in einer Qualitätsmanagement-Datenbank ab. Die Krankenkasse/Einzugsstelle muss nun die fehlerhafte Meldung korrigieren und erneut abgeben.

 

Neueste Beiträge

25.01.2017

Big Data - auch big im HR-Bereich?

Potenzial der Datenanalyse im...

lesen
25.01.2017

Ab Juli höhere Verdienst­möglichkeiten für Midijobber

Neuer Übergangsbereich statt...

lesen
25.01.2017

Offene(re) Türen für ausländische Fachkräfte

Erleichterungen im...

lesen
25.01.2017

Hitze im Büro - Welche Regeln gelten?

Arbeitgeber muss bei hohen...

lesen

REFERENZEN UND ANWENDERBERICHTE

  • MarcCain Referenz
  • ruf Referenz
  • Lindner Referenz
  • Borbet Referenz
  • 1.FC Köln Referenz
  • DRK Referenz
SP_Data GmbH & Co. KG
Engerstraße 147
Herford
Nordrhein-Westfalen
Telefon: 05221 9140 0

Amtsgericht Bad Oeynhausen HRA 3714, persönlich haftende Gesellschafterin:

SP_Data Verwaltungs GmbH, Amtsgericht Bad Oeynhausen, HRB 5300.

Geschäftsführer: Diplom-Wirtschaftsingenieur Stefan Post.

Impressum