08.08.2017

Lernen 4.0 mit dem 70:20:10 Modell

Erfolgreiche Lernformen kombinieren

Durch die stetigen Veränderungen, mit denen Mitarbeiter in der modernen Arbeitswelt konfrontiert sind, steigt auch der Druck, sich persönlich weiterzubilden. Davon sind alle Hierarchiestufen betroffen: von der Assistentin bis zum Topmanager. Aber auch für die Unternehmen selbst sind die Mitarbeiter und deren Wissen das Fundament des Firmenerfolgs. Es lohnt sich also auch für Unternehmen, in die Weiterbildung ihrer Mitarbeiter zu investieren.

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Studien zeigen, dass sich die Weiterbildung auszahlt: mit besseren Karriere-Chancen und steigendem Gehalt. Die HR-Verantwortlichen fordern von ihren Mitarbeitern dabei aber auch Selbstverantwortung und Eigeninitiative. Bei der Einstellung neuer Mitarbeiter, ist das Eigenengagement in Sachen Weiterbildung für 77 % der Personaler ein wichtiger Punkt bei der Bewerberauswahl.

Weiterbildung mit dem 70:20:10 Modell

Doch wie lernen wir am effektivsten? Muss es für die berufliche Weiterentwicklung immer ein teures zweitägiges Seminar in einer weit entfernten Großstadt mit Hotel sein? Nein, mittlerweile findet der Wissenserwerb heute vermehrt durch informelles Lernen direkt am Arbeitsplatz statt. Im tatsächlichen Arbeitsalltag lernen wir nämlich am effektivsten: indem wir uns herausfordernden Aufgaben stellen, Neues ausprobieren, uns mit Kollegen austauschen oder im Internet oder Datenbanken recherchieren. In der schnelllebigen Informationswelt ist das „Wissen auf Vorrat“ zudem rasch veraltet. Sinnvoll ist es daher, situations- und bedarfsgerecht nach neuem Wissen zu suchen, nämlich dann, wenn es gerade gebraucht wird. Lernen funktioniert am besten dann, wenn ein konkretes Problem gelöst werden muss.

Das 70:20:10-Modell versucht daher, verschiedene Lernformen zu kombinieren und in den Arbeitsalltag zu integrieren. Demnach lernen wir

  • zu 70 % durch berufliche Herausforderungen und neue Aufgaben im Arbeitsalltag, wie z.B. Training-on-the-Job, Erweiterung des Verantwortungsbereichs, Projektarbeiten, Wikis etc.
  • zu 20 % durch das berufliche Umfeld, wie z.B. durch Erfahrungsaustausch mit Kollegen und Vorgesetzten, denen wir über die Schulter schauen können, bei Coachings, Mentoringprogrammen, Feedback oder Teamarbeit,
  • nur zu 10 % durch traditionelle Weiterbildungsformate, wie z.B. Seminare, eLearnings oder Fachliteratur.

Die Personalabteilung steht daher vor der Herausforderung, nicht mehr nur Lernprogramme und –formate anzubieten, sondern ein offenes Lernumfeld und eine Lernkultur zu schaffen, um den Wissenstransfer in den normalen Arbeitsprozessen zu ermöglichen. Die Personalentwicklung muss die Voraussetzung schaffen, dass Mitarbeiter vor allem durch Erfahrung lernen können. Dafür brauchen sie Zeit, um Neues auszuprobieren, Dinge zu reflektieren oder sich in sozialen Netzwerken austauschen zu können. Auch die Vorgesetzten müssen diesen Wissenstransfer aktiv unterstützen und die Rahmenbedingungen in ihren Teams dafür schaffen.

Tipp:

Die 70:20:10 Methode eignet sich auch hervorragend, um dem Chef zu demonstrieren, dass Mitarbeiter ihre eigenverantwortliche Weiterbildung ernst nehmen: Das selbst erarbeitete Wissen bei neuen Herausforderungen bleibt ja schließlich am besten im Gedächtnis. Darüber hinaus  eignet es sich hervorragend, um für die Investition in eine geplante formale Weiterbildungsmaßnahme zu argumentieren!

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