Jobsharing: Geteilte Arbeit ist doppelte Freude

Der Trend zur Arbeitsteilung wird kommen: aktuelle Zahlen und Fakten

Teilen ist in: Man teilt sich eine Wohnung, um Kosten zu sparen. Man teilt sein Auto, um die Umwelt zu schonen. Man teilt seine Urlaubsbilder auf Facebook, um Likes zu kassieren. Wenn das Teilen so gut funktioniert, warum sollte man nicht auch seinen Job teilen? Rein rechnerisch wäre das kein Problem: Zwei Personen arbeiten 50 %, was zusammen eine 100%-Stelle ergibt. Dieses Modell namens Jobsharing ist für Arbeitnehmer mit Teilzeit-Sehnsüchten ein Traum. Doch wie offen sind Arbeitgeber gegenüber der Stellen-Teilung? Wir werfen einen Blick auf die aktuellen Zahlen zu Jobsharing-Angeboten.

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Eine einzelne Vollzeit-Stelle unter mehreren Personen aufzuteilen, bietet sich aus Arbeitnehmersicht beispielweise an, wenn einerseits der Wunsch nach einem hohen Verantwortungsniveau und andererseits nach Teilzeit-Arbeit besteht (z.B. aus familiären Gründen). Aber wie sieht die Kooperationsbereitschaft auf Arbeitgeberseite aus? Wie oft wird Jobsharing proaktiv angeboten?

Geringe Anzahl, aber großes Wachstum

Die Meta-Jobsuchmaschine Joblift hat ausgewertet, bei wie vielen Stellenausschreibungen explizit auf die Möglichkeit zum Jobsharing hingewiesen wird. Bei der Evaluation kam heraus, dass Jobsharing bisher noch sehr selten direkt in der Anzeige angeboten wird: Nur bei 0,01 % der 1.156.360 durchsuchten Stellen war dies der Fall. Andererseits stellte Joblift einen starken Wachstums-Trend fest. Monatlich steigt die Anzahl der inserierten Stellen mit Jobsharing-Option um 70 % an. Allein zwischen Juli 2015 und Juli 2016 vergrößerte sich die Anzahl der Jobsharing-Anzeigen von 9 auf 137 – also um das 15-fache.

Teilzeit, Gleitzeit und Homeoffice gängiger als Jobsharing

Die Quote von Jobsharing-Angeboten liegt deutlich unter den Stellen, die in Teilzeit oder mit Homeoffice-Möglichkeit ausgeschrieben sind. Teilzeitstellen kommen auf 11 % der inserierten Jobs. Währenddessen weisen Arbeitgeber in 2 % der Stellenanzeigen explizit auf flexible Arbeitszeiten und 0,3 % auf Möglichkeiten Homeoffice hin. Selbst dieser Wert liegt noch 30 Mal über dem Prozentsatz der Jobsharing-Angebote.

Unterschiede zwischen den Berufsgruppen

Auffallend ist, dass Jobsharing überdurchschnittlich häufig in den Bereichen Medizin, IT, Ingenieurwesen und in Verwaltungs-Jobs angeboten wird. Diese Berufsgruppen machen zusammen 44 % der Jobsharing-Angebote aus. Diese Verteilung ist mit großer Wahrscheinlichkeit dadurch zu begründen, dass bei Ärzten, IT-Spezialisten und Ingenieuren der Fachkräftemangel stark ausgeprägt ist, weshalb Arbeitgeber sich zunehmend verpflichtet fühlen, potentiellen Mitarbeitern attraktive Arbeitsmodelle anzubieten. Die hohe Quote der Verwaltungsmitarbeiter kann sich hingegen darauf zurückführen lassen, dass administrative Aufgaben mitunter personenunabhängig bearbeitet werden können.

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