Jeder Dritte liest Arbeitgeberbewertungen online

Wieso Sie Kununu und Co. ernstnehmen sollten

„Nette Kollegen und schöne Büros, aber unbezahlte Überstunden und null Aufstiegsmöglichkeiten“. Würden Sie sich bei diesem Arbeitgeber bewerben? Vermutlich nicht, denn dieses Unternehmen scheint auf Karriereoptionen und eine ausgewogene Work-Life-Balance keinen großen Wert zu legen. Eine aktuelle Bitkom-Studie zeigt, dass Online-Bewertungen mittlerweile auch in der Arbeitswelt eine immer größere Rolle spielen.

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Hoher Einfluss von Arbeitgeber-Beurteilungen

Arbeitgeber-Bewertungsplattformen wie Kununu, Glassdoor oder meinchef.de dienen grundsätzlich beiden Seiten: Unternehmen können Employer Branding betreiben, Arbeitgeberporträts veröffentlichen und über ihre Ein- und Aufstiegsmöglichkeiten informieren. Zudem finden sich dort aber auch anonyme Bewertungen von (ehemaligen) Mitarbeitern, die sich zu Arbeitsbedingungen, Karrierechancen oder Vorgesetztenverhalten äußern oder von Bewerbern, die ihre Erfahrungen im Bewerbungsprozess (Candidate Experience) mitteilen – positiv wie negativ. Anhand der vergebenen Punkte aller Bewertungen errechnen die Plattformen dann eine Weiterempfehlungsrate. Jobsuchende erhalten so einen interessanten Eindruck von potenziellen Arbeitgebern.

Laut der Bitkom-Studie liest mittlerweile gut jeder dritte Internetnutzer (36 %) solche Online-Bewertungen. Besonders relevant sind die Bewertungen für junge Berufstätige bis 29 Jahre: in dieser Gruppe recherchierten sogar schon 52% online nach Arbeitgeberbewertungen. Mehr als acht von zehn wechselwillige Interessenten (84 %) ließen sich durch die Berichte bereits in ihrer Entscheidung beeinflussen - stolze 54 % haben sich danach gegen einen Arbeitgeber entschieden!

Was tun bei schlechten Bewertungen?

Nicht selten gehen die Mitarbeiter mit dem (ehemaligen) Arbeitgeber hart ins Gericht, z.B. weil sie mit einem Vorgesetzten oder dem Management unzufrieden sind oder keine Aufstiegsperspektiven sehen. Die Bitkom-Experten raten Arbeitgebern deswegen, die Bewertungen ernst zu nehmen und angemessen zu reagieren. Für viele Berufstätige und Jobsuchende sind Online-Bewertungen und der Umgang mit den kritischen Bewertungen die erste Visitenkarte eines Arbeitgebers.

Das sollten Arbeitgeber unbedingt tun:

  • Prüfen Sie, welche Bewertungen Ihr Unternehmen auf Arbeitgeber-Bewertungsplattformen erhält.
  • Überlegen Sie, was Sie daraus lernen können, ob und welche Verbesserungen nötig sind.
  • Entscheiden Sie, in welchen Fällen eine Antwort von Ihnen angebracht ist.
  • Ermutigen Sie zufriedene Mitarbeiter, eine Bewertung abzugeben.

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