12.02.2018

Im Trend: Mit dem Dienstrad zur Arbeit

Steuervorteile bei E-Bikes und Dienstfahrrädern nutzen

Es muss nicht immer ein Dienstwagen sein: Gerade in Großstädten mit kurzen Wegen und Parkplatznot steigen immer mehr Mitarbeiter aufs Fahrrad oder E-Bike um. Hohe Sprit- und Unterhaltskosten tragen ebenfalls dazu bei, dass Unternehmen ihren Mitarbeitern lieber ein Firmenfahrrad oder E-Bike zur Verfügung stellen, denn auch dafür gibt es Steuervorteile.

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Dienstfahrräder und E-Bikes, die Unternehmen ihren Mitarbeitern für den Weg zur Arbeitsstätte und für die private Nutzung überlassen, zählen ebenso wie ein Dienstwagen zu den sogenannten „geldwerten Vorteilen“. Die Überlassung gehört damit zum steuerpflichtigen Arbeitslohn und muss als Sachbezug versteuert werden. Dabei gibt es Unterschiede je nachdem um welche Art des Fahrrads es sich handelt: Für "echte" Fahrräder und E-Bikes, die verkehrsrechtlich als Fahrrad eingestuft werden (sog. Pedelecs ohne Kennzeichen- bzw. Versicherungspflicht), gibt es vereinfachte Regelungen. Für E-Bikes, die als Kraftfahrzeug gelten (sog. S-Pedelecs mit Kennzeichen- und Versicherungspflicht), gelten die allgemeinen Regeln der Dienstwagenbesteuerung.

Regeln für Fahrräder und E-Bikes ohne Kennzeichnungspflicht:

  • Der geldwerte Vorteil für die private Nutzung wird mit der sog. 1% - Methode ermittelt: Der monatliche Durchschnittswert für die private Nutzung beträgt 1 % der unverbindlichen Preisempfehlung des Herstellers (auf volle 100 Euro abgerundet).

  • Mit diesem monatlichen Durchschnittswert sind alle privaten Fahrten, alle Fahrten zwischen Wohnung und Firma und alle Heimfahrten bei einer doppelten Haushaltsführung abgegolten. Hier gibt es im Gegensatz zur Dienstwagennutzung keine 0,03% Regelung zusätzlich.

  • Die Sachbezugsfreigrenze von 44 Euro darf nicht angewandt werden.

Interessant wird es für Arbeitnehmer, die das E-Bike oder Fahrrad aus ihrem Gehalt finanzieren. Eine Barlohnumwandlung erkennt das Finanzamt an, wenn das Dienstfahrrad oder E-Bike dem Unternehmen gehört und der Mitarbeiter dies auch privat nutzen darf. Die Vereinbarung muss getroffen werden, bevor die Gehaltszahlung fällig ist. Beliebt sind Vereinbarungen, bei denen der Mitarbeiter die Leasingraten ganz oder teilweise selbst übernimmt.

Lohnoptimierung durch E-Bike-Nutzung

Durch die E-Bike-Überlassung kann ein Unternehmen den Arbeitslohn seines Mitarbeiters steuerlich optimieren.

Rechenbeispiel:

Ein Mitarbeiter bekommt ein E-Bike von seiner Firma und darf es privat und für die Wege zur Arbeit nutzen. Die unverbindliche Preisempfehlung des Herstellers beträgt 4.000 EUR. Der Mitarbeiter muss nun den geldwerten Vorteil von 40 EUR (1 %) monatlich versteuern. Die Leasingrate kostet dank Großabnehmerkonditionen der Firma nur 80 EUR statt regulär 100 EUR. Verzichtet der Mitarbeiter in Höhe der Leasingrate auf Arbeitslohn, entstehen dem Arbeitgeber keine Kosten. Der steuerpflichtige Arbeitslohn wird aber durch das Fahrrad nur um 40 EUR wieder erhöht. Damit ergibt sich für den Mitarbeiter ein geringeres Bruttogehalt, für das er Steuern bezahlen muss.

Attraktive Dienstleister für Firmenfahrrad-Leasing

Gerade junge Mitarbeiter lassen sich oft mit solchen Extras locken. Wem der Aufwand für die Abwicklung solcher Leasing-Modelle zu hoch ist, kann mittlerweile auf spezielle Dienstleister zurückgreifen. Partner wie z.B. www.jobrad.org bieten einen Fahrrad-Leasingservice für Unternehmen an, meist sogar mit einem Fullservice rund ums Fahrrad, inkl. Wartung, Finanzierung und Versicherung.

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