Familienfreundlichkeit rechnet sich

Work-Life-Balance als wichtiger Wettbewerbsvorteil

Junge Eltern wollen Kinder und Karriere verbinden, die Zahl der berufstätigen Mütter und die Betreuungsquote kleiner Kinder steigt. Manche Mitarbeiter müssen sich plötzlich um die pflegebedürftigen Eltern kümmern. Familienfreundliche Unternehmen stehen daher bei Arbeitnehmern hoch im Kurs. Wie sich Familienfreundlichkeit für Unternehmen auszahlt und welche Maßnahmen sie konkret ergreifen können, lesen Sie hier.

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Vorteile von Familienfreundlichkeit

Vor allem in strukturschwachen Regionen können Firmen mit familienfreundlichen Maßnahmen punkten und ihre Mitarbeiter dadurch an sich binden. Wenn das soziale Umfeld der Mitarbeiter in die betriebliche Fürsorge miteinbezogen wird, werden die Mitarbeiter dabei unterstützt, den Spagat zwischen Beruf und Familie zu meistern. Dies lohnt sich auch für die Unternehmen: Studien belegen eine betriebswirtschaftliche Rendite von 25 % durch etablierte Angebote wie Teilzeitmodelle, Home Office oder Kinderbetreuungsangebote:

  • Die Mütter und Väter schaffen einen schnelleren Wiedereinstieg, dies reduziert gleichzeitig Überbrückungs-, und Wiedereingliederungskosten.
  • Für viele Eltern ist ein familienfreundlicher Arbeitgeber zudem sehr attraktiv. Dies ist auch ein wichtiges Kriterium für die Wahl ihres Arbeitsplatzes und erleichtert es dem Unternehmen, neue Mitarbeiter zu rekrutieren. Damit sinken gleichzeitig die Rekrutierungs- und Personalmarketingkosten.
  • Zufriedene Mitarbeiter kündigen seltener, dies vermindert die Fluktuation und reduziert die Wiederbeschaffungskosten.
  • Zudem sind zufriedene Mitarbeiter produktiver, leistungsbereiter und seltener krank, dadurch spart der Arbeitgeber Krankheits- und Vertretungskosten. Haben die Mitarbeiter weniger Stress, wenn sie Beruf und Familie besser vereinbaren können, sinkt auch das Risiko eines stressbedingten Burnouts und damit längerer Fehlzeiten.

Welche Maßnahmen sind sinnvoll?

Am wirkungsvollsten ist es, die eigene Belegschaft zu fragen, welche Wünsche und Anliegen sie haben und gleichzeitig eine Bestandsaufnahme durchzuführen: Wie viele und welche Beschäftigte haben familiäre Verpflichtungen wie z. B. Kindererziehung oder Betreuung der eigenen Eltern?

  • Für fast alle Beschäftigten sind flexible Arbeitszeitmodelle wichtig, die Mitarbeiter schätzen planbare und kürzere Arbeitszeiten, z. B. Teilzeitmodelle. Auch durch Service- oder Funktionszeiten, die von den Teams eigenverantwortlich abgedeckt und gewährleistet sein müssen, statt der üblichen Kernzeiten, können Mitarbeiter dadurch flexibler Versorgungsengpässe umschiffen. Auch Langzeitkonten helfen dabei, geplante berufliche Auszeiten (Sabbaticals) umsetzen zu können.
  • Viele Beschäftigte nutzen dank verbesserter Kommunikationsmöglichkeiten gerne die Alternative, mobil von zu Hause aus oder unterwegs zu arbeiten. Zwar ist dies nicht in allen Berufen möglich, aber dennoch in vielen Büroberufen wie z. B. in der Verwaltung, EDV oder im Führungsbereich möglich. Dank Home Office und mobiler Arbeitsmodelle sparen die Mitarbeiter im Schnitt pro Woche 4,4 Stunden Zeit. Höhere Kosten bei der Ausstattung der Beschäftigten mit Mobiltelefon und Notebooks lassen sich leicht durch produktivere Leistungen und motivierte Arbeitnehmer ausgleichen.
  • Entlastend ist für viele Mütter und Väter auch die Erlaubnis, ein leicht kränkelndes Kind mit zur Arbeit bringen zu dürfen, eine Hausaufgabenbetreuung für Grundschulkinder im Unternehmen oder die Vermittlung von Ferienbetreuungsplätzen. Wenn die benachbarte Kita Plätze für die Mitarbeiterkinder reserviert, ist dies oft eine günstige Alternative zu einem teuren Betriebskindergarten.
  • Sehr Wichtig ist auch ein gutes Betriebsklima mit Verständnis und Unterstützung der Eltern von kranken Kindern. Auch Sonderurlaub oder tolerierte Kurzabwesenheiten sowie die Möglichkeit, bei familiären Problemen kurzfristig freigestellt zu werden, stärken die Mitarbeiterbindung.
  • Mit besserer Organisation lässt sich ebenfalls Familienfreundlichkeit demonstrieren: Besprechungszeiten am Vormittag, gegenseitige Vertretungsregelungen und Teamarbeit helfen dabei, dass Ausfälle leichter kompensiert werden können. Bewährt haben sich auch altersgemischte Teams aus Singles und Eltern, denn so lassen sich Abwesenheiten z. B. während der Ferienzeiten leichter ausgleichen.

Tipp:

Gerade bei der Kinderbetreuung gibt es viele Möglichkeiten: Gewährt der Arbeitgeber einen finanziellen Zuschuss zu den Kinderbetreuungskosten, wird dies zumindest im Vorschulalter auch steuerlich vom Staat unterstützt: Diese Arbeitgeberzuschüsse sind steuer- und sozialabgabenfrei.

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