11.04.2018

Betriebliche Altersvorsorge gewinnt an Attraktivität

Firmen schließen häufig Direktversicherungen für die Mitarbeiter ab

Nicht zuletzt durch das Betriebsrentenstärkungsgesetz hofft der Gesetzgeber, dass die Betriebliche Altersvorsorge stärker in Fahrt kommt. Seit 2018 können die bisherigen Rentengarantien wegfallen, Altersvorsorgemodelle sind damit für Arbeitgeber deutlich attraktiver geworden. Gerne nutzen Unternehmen die Altersvorsorge auch als variable Gehaltsbestandteile, um damit Steuervorteile zu nutzen. Kleine und mittlere Unternehmen greifen häufig zu Direktversicherungen als mögliche Vorsorgeform für die Mitarbeiter.

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Wie funktioniert eine Direktversicherung?

Bei einer Direktversicherung schließt das Unternehmen als Versicherungsnehmer für seinen Mitarbeiter eine Kapital- oder Rentenversicherung ab, während der Arbeitnehmer später der Begünstigte ist.

Eine Direktversicherung ist in der Regel eine klassische oder fondsgebundene Lebens- oder Rentenversicherung. Arbeitgeber können diese Versicherungen für ihre Mitarbeiter meist günstiger abschließen, als der Arbeitnehmer auf dem freien Versicherungsmarkt. Die Angestellten dürfen dabei zwischen konservativen klassischen Rentenversicherungen und risikoreicheren fondsgebundenen Verträgen wählen. Direktversicherungen sind auch Riester-förderfähig.

Welche Risiken können abgesichert werden?

Mit einer Direktversicherung können 

Alter

Berufsunfähigkeit/Invalidität

und/oder Tod

abgesichert werden, auch zusätzliche Optionen wie Beitragsbefreiung oder zusätzliche Rentenleistungen bei Berufsunfähigkeit oder Leistungen an Hinterbliebene im Todesfall werden häufig vereinbart. 

Wer zahlt die fälligen Beiträge?

Bei fast allen Versicherungen können die Einzahlungen flexibel vereinbart werden, sowohl durch den Arbeitgeber als auch durch Entgeltumwandlung des Arbeitnehmers. Besonders interessant wird es, wenn der Arbeitgeber mindestens 20 % zu dem Beitrag des Arbeitnehmers dazugibt. Dadurch spart er zudem Sozialabgaben. Auch die spätere Auszahlung kann flexibel gewählt werden, der Arbeitnehmer kann zwischen einer lebenslangen Rentenleistung oder einer einmaligen Kapitalabfindung wählen.

Steuerliche Aspekte

In der Ansparphase sind die Beiträge aus einer Entgeltumwandlung steuer-  und sozialversicherungsfrei bis zu 4% der Beitragsbemessungsgrenze. In der späteren Auszahlungsphase müssen die Sparer im Regelfall aber Abgaben zur gesetzlichen Krankenversicherung leisten und durch die verminderten Einzahlungen auch Abstriche bei der gesetzlichen Rente hinnehmen. Die Befreiung von Sozialabgaben und Steuern in der Ansparphase können also die Abzüge in der Rentenphase nicht immer aufwiegen.

Für wen lohnt sich eine Direktversicherung?

Für Arbeitgeber sind Direktversicherungen meist unkompliziert und ohne großen betriebsinternen Verwaltungsaufwand, auch Rückstellungen müssen dafür nicht gebildet werden. Zudem bergen Direktversicherungen kein finanzielles Risiko, denn die Ansprüche der Mitarbeiter richten sich gegen die Versicherungen und nicht gegen den Arbeitgeber.

Für Arbeitnehmer zahlt sich eine Direktversicherung dann aus, wenn der Arbeitgeber mindestens 20 % zu seiner Eigenleistung dazugibt. Zudem ist in den allermeisten Fällen der Steuersatz im Rentenalter niedriger als in der Zeit der Berufstätigkeit, was einen Steuervorteil bedeutet. 

Zahlt der Arbeitnehmer die Beiträge jedoch allein, lohnt sich diese Anlageform bei einer geringen Verzinsung meistens nicht, denn der Arbeitnehmer müsste sehr alt werden, um das eingezahlte Geld wieder herauszubekommen. Häufige Jobwechsel können zudem problematisch werden, wenn die Verträge nicht vom neuen Arbeitgeber übernommen werden.

Tipp: Berufsunfähigkeit mitversichern

Eine Direktversicherung kann für Mitarbeiter aber dann interessant werden, wenn eine Berufsunfähigkeitsversicherung integriert wird. In der Regel können diese Policen meist ohne Gesundheitsprüfung abgeschlossen werden. Das nützt vor allem den Arbeitnehmern, die wegen etwaiger Vorerkrankungen nur einen eingeschränkten oder gar keinen Schutz bekommen würden, da „normale“ Berufsunfähigkeitsversicherungen meist diffizile Gesundheitsfragen stellen.

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