03.09.2018

Arbeitszeitmodelle

Abschied von starren Arbeitszeiten? Was steckt hinter diesem Trend und wie viele Freiheiten sind sinnvoll?

Viele Mitarbeiter wünschen sich im Laufe ihres Arbeitslebens mehr Zeit für Privates: Sie wollen sich weiterbilden, mehr Zeit mit ihren Kindern verbringen, Angehörige pflegen oder um die Welt segeln. Immer mehr Betriebe nehmen den Wunsch der Mitarbeiter ernst, gewähren die dafür notwendigen Freiheiten und bieten flexible Arbeitszeitmodelle an: mit Home-Office, flexiblen Gleitzeit- bzw. Lebensarbeitszeitregelungen, Sabbaticals und gleitendem Altersruhestand. Was steckt hinter diesem Trend und wie viele Freiheiten sind sinnvoll?

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Von Home-Office bis Zeitkonten

Besonders beliebt und verhältnismäßig unkompliziert ist das Home-Office: Dank Laptop, Smartphone und schneller, gesicherter Internetverbindungen gibt es mittlerweile fast immer die technischen und organisatorischen Voraussetzungen dafür.

Gleitzeitkonten auf Stundenbasis bieten Flexibilität. Sie dienen meist dazu, kurzfristige Arbeitsspitzen wieder abzubauen. Steigender Beliebtheit erfreuen sich auch langfristige Zeitwertkonten. Mitarbeiter können dabei - wie bei einem Sparkonto - Überstunden, nicht verbrauchte Urlaubstage oder Mehrarbeitszeit, aber auch Teile des Gehalts oder Prämien einzahlen – in Absprache mit dem Arbeitgeber. Die Zeitanteile, wie z.B. Überstunden, werden dabei in Geld umgerechnet und dann dem Konto gutgeschrieben. Haben Mitarbeiter ein finanzielles Polster für ihre Auszeit angespart, können sie sich den Betrag in der Freistellungsphase auszahlen lassen. Damit lassen sich finanzielle Einbußen einer längeren Auszeit oder eines früheren Ruhestands minimieren.

Auch Teilzeitarbeit fällt im Grunde unter die flexiblen Arbeitszeitmodelle. Eine beliebte Form ist Jobsharing, bei der sich mehrere Personen eine Vollzeitstelle teilen. Mit der sogenannten Brückenteilzeit soll es zukünftig auch einfacher werden, befristet in Teilzeit zu arbeiten und die Arbeitszeit nur über einen bestimmten Zeitraum zu reduzieren.

Chancen und Risiken flexibler Arbeitszeitmodelle

Von flexiblen Arbeitszeitmodellen profitieren beiden Seiten. In der Regel sind Mitarbeiter produktiver und Unternehmen können die Arbeitseinsätze effektiver an Schwankungen des Auftragsvolumens anpassen. Außerdem ist unternehmerisches Denken unmittelbar mit Eigenverantwortung verknüpft und Mitarbeiter sind zufriedener, wenn sie ihre Arbeitszeit an die jeweilige Lebenssituation anpassen können. Insgesamt profitieren Mitarbeiter dadurch von der besseren Work-Life-Balance und der Arbeitgeber von geringeren Fehlzeiten und Fluktuationen.

Unternehmen, die flexible Arbeitszeiten nutzen und qualifizierte Teilzeitbeschäftigungsmöglichkeiten anbieten können, verschaffen sich heute deutliche Reputationsvorteile am Arbeitsmarkt: Sie gelten als modern und offen und haben es leichter, gute Fachkräfte zu rekrutieren und dauerhaft zu binden.

Führungskräfte und Unternehmensleitung sollten jedoch die Abhängigkeiten innerhalb des Unternehmens berücksichtigen und gewährleisten, dass alle Beteiligten jederzeit ihre Aufgaben ohne Informations- und Zeitverluste erledigen können. Viele Unternehmen setzen daher – trotz aller Flexibilität – auf Kernarbeitszeiten. Ja nach Mitarbeiteranzahl und Unternehmensgröße lassen sich lange Auszeiten mehr oder weniger leicht kompensieren, nicht jedes Unternehmen kann also unbedingt alle Formen flexibler Modelle anbieten. Außerdem sollten Unternehmen darauf achten, dass Lebensarbeitszeitkonten vor einer möglichen Insolvenz abgesichert sind.

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